Kreisliga B: B-Ligist Blau-Weiß Bienen mit einem ballorientierten System

Fußball : Ein verschworener Haufen

Trainer Frank Potthoff möchte bei B-Ligist Blau-Weiß Bienen mit einem ballorientierten System agieren.

Die größte Veränderung hat es zur neuen Saison bei Blau-Weiß Bienen auf dem Trainerposten gegeben. Mit Frank Potthoff wurde ein erfahrener Übungsleiter verpflichtet, der die Kreisliga B nach seinem letzten Engagement bei TuS Haffen-Mehr wie seine Westentasche kennt. „Ich war jetzt im dritten Jahr dort und da merkt man auch irgendwann Abnutzungserscheinungen. Es war alles okay, ich hab mich pudelwohl gefühlt und es ist ein toller Verein. Ich sehe meinen Job aber darin, eine Mannschaft immer besser zu machen, das ist sie im dritten Jahr nicht mehr geworden“, sagt Potthoff.

Immer etwas besser machen, möchte er nun in Zukunft sein Team in Bienen. „Ich lasse etwas anders spielen als letztes Jahr, lege sehr viel Wert auf Disziplin von der Ordnung her. Wenn du ballorientiert Fußball spielst, funktioniert das System nur, wenn es alle umsetzen auf dem Platz“, erläutert der Trainer seine Philosophie und ergänzt mit Blick auf das schnelle Umschaltspiel in der Vorsaison, „das war da noch nicht so“. Nach einer überdurchschnittlich erfolgreichen Hinrunde und einer optimalen Punkteausbeute schnupperten die Kicker zunächst Aufstiegsluft, schlossen die Hinserie auf dem zweiten Tabellenplatz.

In der Rückserie kehrte etwas Unruhe ein, so legte Tim Beenen sein Traineramt nieder und BW Bienen landete am Ende auf dem siebten Platz. Mit Haroon Farhang, der demnächst mit seiner Familie nach Köln umzieht, wird eine der drei geplanten Verstärkungen, nun doch nicht zur Verfügung stehen. „Wir haben einen kleinen Kader, das ist das einzige Problem, was wir hier haben. Wir haben uns tatsächlich sehr bemüht, aber es ist natürlich jetzt schon absehbar, dass wir immer wieder Situationen haben, wo es eng wird und wo wir auch auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen müssen“, hätten die Verantwortlichen nominell gerne noch mehr nachgebessert.

Wie geplant ist mit Mirco Hiller ein Mann für die Abwehr gemeinsam mit seinem Trainer aus Haffen zu den Blau-Weißen gewechselt. Den Weg zu seiner neuen Trainingsstätte dürfte der Rückkehrer auch ohne Navi gefunden haben. Schließlich schnürte der 31-Jährige bereits ab 2012 für vier Spielzeiten seine Fußballschuhe im Rhein-Lander Stadion, damals aber noch für die Reserve. Auch der zweite Neuzugang soll in erster Linie Tore verhindern. Mit Marcel Venhoven hat sich ein Torwart dem Kader angeschlossen. Der Schlussmann kam von Lokalrivalen aus Millingen, stand dort bei der zweiten Mannschaft zwischen den Pfosten. „Er fühlt sich ganz wohl und hat auch gut eingeschlagen. Aktuell ist es so, dass wir mit Mick Alders zwei Torhüter haben. Die beiden duellieren sich jetzt und machen das unter sich aus“, ist der Zweikampf um die Torhüterposition laut Potthoff bisher noch nicht entschieden. „Ich bin froh, dass wir die zwei Leute haben, bei dem dünnen Kader sind zwei Leute dann auch schon wichtig.“ Zusätzlich kann Max Buckermann, bisher der etatmäßige Torwart, nun auf dem Feld eingesetzt werden.

Ursprünglich sollte die Potthoff-Elf die neue Saison in der Kreisliga B, Gruppe 2 eröffnen. Das für Donnerstag terminierte Spiel gegen die Zweitvertretung aus Hamminkeln wurde auf Bitten des Gegners verschoben. Damit bleibt dem Übungsleiter eine Woche mehr Zeit, sein Team optimal vorzubereiten, um dann am zweiten Spieltag ins Geschehen einzugreifen. Dann wartet allerdings auswärts mit dem PSV Wesel-Lackhausen II direkt ein echter Prüfstein. „Mit dem Kader, den die haben, sind die für mich Topfavorit auf den Aufstieg.“, so Potthoff der mit BW Dingden eine weitere Zweitvertretung am Ende ganz oben sieht. „Ich glaube dann kommt wieder so eine Gruppe von acht, neun Mannschaften die in etwa gleich sind.“

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