Fußball: Kreisliga A: bereits sechs Trainerwechsel

Fußball : Kreisliga A: bereits sechs Trainerwechsel

Fußball: Im Kreisliga-Oberhaus gab's in der Hinrunde mächtig Bewegung auf den Trainerbänken. Unter anderem hörten Klaus Klein-Wiele (SV Rees) und Frank Potthoff (VfB Rheingold) auf. VfB setzt vielleicht weiter auf seine Interimstrainer.

In dieser Woche hat der SV Haldern die Vertragsverlängerung mit seinem Coach verkündet. Jürgen Stratmann wird beim Tabellenvierten der Fußball-Kreisliga A in seine zehnte Saison gehen. Damit ist der 43-Jährige der dienstälteste Übungsleiter im Kreisliga-Oberhaus, in dem in der Hinrunde sechs Vereine bereits das Personal auf der Bank aus den unterschiedlichsten Gründen gewechselt haben.

Beim SV Rees erlebte Coach Klaus Klein-Wiele während seiner Tätigkeit ein Wechselbad der Gefühle, ehe er das Handtuch warf. Zweimal stieg er mit dem Club aus der Bezirksliga ab. Allerdings führte er die Grün-Weißen auch einmal zurück in die Klasse. Nach zehn Spieltagen der aktuellen Saison zog Klein-Wiele einen Schlussstrich, weil sein Team ohne Sieg mit nur drei Punkten am Tabellenende stand. "Die Entscheidung ist mir wahnsinnig schwergefallen", sagte Klein-Wiele. Nachfolger wurde Bernd Franken, der das Ruder zumindest teilweise herumreißen konnte. Zwar überwintert der SV Rees auf einem Abstiegsplatz. Er hat unter Franken aber zwei Siege geschafft, mit denen der Abstand zum rettenden Ufer auf überschaubare drei Punkte verkürzt wurde. "Mit neun Zählern aus den letzten sechs Spielen ist der Aufwärtstrend da", sagt Franken, der ankündigt, dass sein Team in der Rückserie angreifen wird.

Frank Potthoff trat Ende November beim VfB Rheingold zurück, der in den letzten zehn Jahren sieben verschiedene Trainer hatte. Nach einem gelungenen Saisonstart mit drei Siegen ging's beim VfB rapide bergab. Er holte in den folgenden elf Partien nur fünf Punkte. Erst unter den Interimstrainern Ralf Gertzen und Stephan Holzum wurde die Talfahrt mit Siegen in den letzten beiden Partien vor der Winterpause gestoppt. "Jetzt können wir wieder beruhigter Weihnachten feiern", sagte Vorsitzender Thomas Voetmann. Einen Nachfolger für Potthoff kann Rheingold noch nicht präsentieren. Daher werden derzeit Spekulationen laut, dass Gertzen und Holzum in der Rückrunde in der Verantwortung bleiben.

Nach 14 Spieltagen beendeten der TuB Bocholt II und Jürgen Stondzik ihre Zusammenarbeit. Die bisherigen Co-Trainer Arndt Ignaszak und Bernd Sahlmann übernahmen. Zunächst mit geringem Erfolg. Gegen Westfalia Anholt (0:5) und den SV Rees (0:3), Konkurrenten im Abstiegskampf, setzte es deutliche Niederlagen. Am letzten Spieltag der Hinrunde gab es dann immerhin ein Lebenszeichen. Die DJK SF 97/30 Lowick II wurde mit 6:1 geschlagen. Nichtsdestotrotz geht TuB Bocholt II als Tabellenletzter in die zweite Saisonhälfte.

Auch beim ehemaligen Landesligisten Borussia Bocholt läuft es alles andere als rund. Der Rücktritt von Rainer Schümann erfolgte allerdings aus gesundheitlichen Gründen. Sein Nachfolger wurde ebenfalls in den eigenen Reihen gefunden. Ab dem 13. Spieltag übernahm Co-Trainer Marcus Brauer die Verantwortung. Seine Bilanz: Zwei Siege, zwei Niederlagen und ein Remis. Drei Punkte beträgt im Moment der Vorsprung der Borussia vor dem SV Rees und somit dem ersten Abstiegsplatz.

TuB Mussum in dieser Saison schon zwei Trainerwechsel gegeben. Die Zusammenarbeit mit Jörg Heynck wurde bereits nach dem zehnten Spieltag beendet - der erste Trainerwechsel der Saison war damit perfekt. Dirk Tschorn übernahm für drei Begegnungen, ehe ein alter Bekannter zurückkehrte. Markus Schneiders, früherer Coach des SV Vrasselt, führte das Team bis auf Platz sieben und ist nach wie vor noch ungeschlagen.

Einen Trainerwechsel gab es auch beim 1. FC Bocholt II, obwohl der hoch gehandelte Aufsteiger immerhin auf dem zweiten Platz überwintert. Der Club trennte sich nach 14 Spieltagen von Marc Bieniek, weil Übungsleiter und Spieler unterschiedliche Ansprüche hatten. Die zuvor als Assistenztrainer tätigen Jona Nießing, Maik Bollwerk und Lars Demming holten aus den letzten drei Spielen drei Siege. Der momentan eingenommene Aufstiegsplatz war übrigens das Ziel von Bieniek.

(RP)