1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich
  4. Sport

Sportpolitik: Kein Kunstrasen für die Sportplätze in Rees

Sportpolitik : Kein Kunstrasen für die Sportplätze in Rees

Anfrage der SPD wird in einer Sitzung im Keim erstickt. Die Kosten für Kunstrasenplätze sind der Stadt zu hoch.

Die fünf großen Sportplätze auf Reeser Stadtgebiet werden auch künftig keinen Kunstrasen bekommen. Eine entsprechende Anfrage der SPD erstickte Stadtkämmerer Andreas Mai gestern in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales bereits im Keim. "Kunstrasen ist teurer als natürlicher Rasen. Eine Umstellung rentiert sich nicht." Schon jetzt investiere die Stadt jährlich eine halbe Million Euro in den Erhalt der Sportstätten.

"Der Kunstrasen würde pro Platz einen sechsstelligen Betrag kosten, aber nur maximal 15 Jahre halten", sagte Andreas Mai. Zudem erlaube das Defizit von 2,6 Millionen Euro im aktuellen Jahreshaushalt keine freiwilligen Leistungen dieser Art. Sollte ein Club tatsächlich den dringenden Wunsch nach Kunstrasen verspüren, müsse er sich um private Sponsoren bemühen, wie dies in anderen Kommunen der Fall sei. Ansonsten empfiehlt der Stadtkämmerer einen guten Platzwart und eine gute Pflege des Naturrasens durch alle Vereinsmitglieder.

Positiv hat sich indes der Energieverbrauch auf den fünf Sportplätzen entwickelt: Insgesamt sank er von 36627 Euro (2013) auf 33 852 Euro (2014). Proportional sank auch die Eigenbeteiligung der Vereine um fast 3000 Euro auf 10 225 Euro.

(ms)