JSG Werth/Wertherbruch gewinnt Fair-Play-Wettbewerb der Rheinischen Post

Fußball : RP-Preis für JSG Wertherbruch/Werth

Die Jugend-Spiel-Gemeinschaft gewinnt zum zweiten Mal nach 2017 den Fair-Play-Wettbewerb der Rheinischen Post. Den zweiten Platz belegt die JSG Emmerich vor der JSG Dingden/Lankern. Insgesamt wurden 1100 Euro verteilt.

Die JSG Wertherbruch/Werth hat’s wieder geschafft. Zum zweiten Mal nach 2017 sicherte sich die aus den Vereinen Blau-Weiß Wertherbruch und SV Werth bestehende Jugend-Spiel-Gemeinschaft, die mittlerweile in ihr viertes Jahr geht, den Sieg beim mit insgesamt 1100 Euro dotierten Fair-Play-Wettbewerb der Rheinischen Post. Vor zwei Jahren hatte die JSG Wertherbruch/Werth noch für ein Novum gesorgt. Damals war sie als erste Jugend-Spiel-Gemeinschaft erfolgreich. Am Dienstag gab es bei der Preisverleihung während der Arbeitstagung des Fußball-Kreises Rees-Bocholt für den Nachwuchs in der Gaststätte Buschmann in Ringenberg erneut eine Premiere. Zum ersten Mal landeten Spiel-Gemeinschaften auf den ersten drei Plätzen.

Rang zwei hinter der JSG Wertherbruch/Werth, deren vorbildliches Verhalten auf und neben dem Sportplatz mit der Siegprämie von 500 Euro honoriert wurde, erreichte die JSG Emmerich, die 350 Euro erhielt. Die beiden Spiel-Gemeinschaften hatten 2018 noch gemeinsam den zweiten Platz belegt. Dritter wurde die JSG Dingden/Lankern, für die es 250 Euro gab. Außerdem bekamen die erfolgreichen Vereine eine Urkunde sowie Präsente von RP-Sportredakteur Joachim Schwenk.

Der Preis wurde bereits zum 19. Mal vergeben. Mittlerweile wurden mehr als 18.000 Euro an Vereine ausgeschüttet, die sich in Sachen Fair Play mustergültig verhalten. In die Wertung kommen die A- und B-Junioren-Teams der Clubs aus Wesel, Hamminkeln, Dreve­nack, Emmerich, Rees und Isselburg. Das Geld ist ausschließlich für die Jugend-Abteilungen bestimmt. Die Rheinische Post, die 500 Euro stiftet, wird von der Provinzial-Versicherung Egerlandt und Söhne (250 Euro), der Familie des verstorbenen Wilhelm Elmer (100 Euro), früherer Vorsitzender des Stadtsportverbandes Hamminkeln und des SV Brünen, Lambert Heijmen (100 Euro) vom TuS Haffen-Mehr und dem Jugendausschuss des Fußball-Kreises (150 Euro) unterstützt.

Michael Wesendonk, der als Obmann seit kurzem an der Spitze des Kreis-Jugendausschusses steht, bezeichnete die Preisverleihung „als die angenehmste Sache“ des Abends. „Denn durch das Engagement der Rheinischen Post und ihrer Sponsoren haben die Vereine die Chance, sich Geld in die Kasse zu holen, das sie heutzutage gut gebrauchen können“, sagte er.

Zu den unangenehmen Dingen des Abends, bei dem die neue Saison im Nachwuchsfußball vorbereitet wurde, gehörte Wesendonks Kritik daran, dass die Zahl der Platzverweise wegen „Beleidigungen und Diskriminierungen“ gestiegen sei. Sein Appell an die Vereine: „Seht zu, dass die Jungs werden.“ Dann würden Vorsitzender Michael Lübcke und seine Kollegen im Jugend-Sportgericht des Fußball-Kreises wieder weniger Arbeit haben. „Die Verfahren wegen Diskriminierungen und Beleidigungen haben zugenommen. Wir wurden vom Verband aber auch aufgefordert, diese Vergehen mehr zu verfolgen“, sagte Lübcke.

Das Erfolgsrezept der drei Vereine, die beim Wettbewerb der RP vorne lagen, ist einfach. „Wir weisen Trainer und Spieler immer wieder darauf hin, dass sie sich auf dem Sportplatz vernünftig verhalten sollen“, sagte Alexander Stenkamp, Geschäftsführer der JSG Wertherbruch/Werth. Marc Schulte, stellvertretender Leiter der JSG Emmerich, bestätigt das.

„Wir appellieren oft an Trainer, Betreuer und Spieler, dass sie Respekt vor den Gegnern und den Schiedsrichtern haben sollen.“ Schulte schaut sich im Internet auch regelmäßig die Fair-Play-Tabellen der Klassen an, in denen die Teams der JSG Emmerich auflaufen. „Wir sehen so, wenn bei einer Mannschaft in Sachen Fair Play etwas aus dem Ruder läuft und können als Vorstand direkt reagieren.“

In einer Sache waren sich Alexander Stenkamp, Marc Schulte und Hartmut Kehring, Geschäftsführer der JSG Dingden/Lankern, ebenfalls einig. Die Entscheidung, mit Nachbarvereinen eine Spiel-Gemeinschaft zu bilden, war richtig. „Das hat sich bewährt. Anfangs hat es zwar gerade bei den älteren Mitgliedern Widerstand gegeben. Doch das hat sich gelegt“, sagte Kehring. Weil es halt nicht nur in Sachen Fair Play läuft, sondern auch in sportlicher Hinsicht.

Mehr von RP ONLINE