Motorsport: Hülkenbergs Sternstunden in Interlagos

Motorsport : Hülkenbergs Sternstunden in Interlagos

Formel 1: Der Emmericher hat gute Erinnerungen an das Rennen in Brasilien. 2010 holte er dort die bislang einzige Pole Position in seiner Karriere. Vor zwei Jahren führte er das Rennen im Force India lange Zeit an.

Direkt nach dem Doppel-Ausfall seiner Fahrer in Austin sprach Vijay Mallya davon, dass sich "nun die Ausganglage für uns kompliziert hat beim Kampf um Platz fünf in der Konstrukteurswertung". Der extrovertierte Teamchef von Force India behält aber seinen gedämpften Optimismus auch vor den letzten beiden Saisonrennen in der Formel 1. So hat McLaren zwar mittlerweile einen Vorsprung von 24 Punkten vor dem britisch-indischen Rennstall. Doch das Thema ist noch nicht durch. Denn schließlich ist durch die doppelte Punktevergabe zum Saisonfinale in Abu Dhabi rein rechnerisch noch eine Menge möglich.

In der Schlussphase der Saison nimmt der Formel 1-Zirkus noch mal richtig Fahrt auf. Die Autos sind gerade mal in Texas verstaut worden, da geht es am kommenden Wochenende in Brasilien auf der Strecke in Interlagos bereits weiter. Schlechte Nachricht für Force India: McLaren ist mit zwölf Erfolgen in Interlagos Rekordsieger. "Das ist ein ganz spezieller Kurs der alten Schule - mit einer Menge Geschichte. Viele mögen es dort nicht, aber ich schon", sagt Hülkenberg. Der Emmericher ist nicht nur von der Strecke angetan. Auch Sao Paulo mit seinen mehr als elf Millionen Einwohnern schreckt ihn nicht ab. Besonders auf die Restaurants freut sich der Force India-Pilot wieder.

Diese positiven Eindrücke haben natürlich auch etwas mit den guten Erinnerungen zu tun, die er an die Strecke hat. In Interlagos holte Nico Hülkenberg in seinem Rookie-Jahr 2010 in einem Williams die bis heute einzige Pole Position seiner Formel 1-Karriere. "Das ist außerdem der Grand Prix, wo ich beinahe meinen ersten Podiumsplatz erreicht hätte", sagt der 27-Jährige. "Ich habe 2012 ungefähr 30 oder 40 Runden mit dem Force India das Rennen angeführt. Das war eine tolle Geschichte." Hülkenberg wurde damals am Ende Fünfter.

Am Sonntag werden auf dem 4,309 Kilometer langen Kurs, der offiziell den Titel Autodromo José Carlos Pace trägt, 71 Runden absolviert. Bei aller Vorfreude auf die Millionenmetropole Sao Paulo würde Hülkenberg auf ein Problem in Brasiliens größter Stadt liebend gern verzichten. "Der Verkehr ist ziemlich heftig. Gerade wenn man in der Rush Hour fährt, kann man einige Stunden im Verkehr festsitzen und muss dann seinen ganzen Tagesablauf umplanen", sagt der Emmericher.

(RP)
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