Motorsport: Hülkenberg will wahres Tempo zeigen

Motorsport : Hülkenberg will wahres Tempo zeigen

Formel 1: Der Emmericher peilt beim Großen Preis von Großbritannien die Punkteränge an. Die Fahrer mögen die abwechslungsreiche Traditionsstrecke in Silverstone.

Nach zwei direkt aufeinanderfolgenden Rennen in Frankreich und Österreich kam die Pause am vergangenen Wochenende für Nico Hülkenberg und sein Renault-Team sehr gelegen. „Wir konnten ein wenig die Batterien aufladen und hatten Zeit, einige Dinge, die nicht funktioniert haben, zu analysieren“, geht der Emmericher nun mit neuer Power die nächste Aufgabe in Silverstone an. Als zehntes Rennen in dieser Saison steht der Große Preis von Großbritannien auf dem Programm.

„Ich mag die Strecke und wir werden nichts unversucht lassen, unser wahres Tempo zu zeigen“, peilt der Renault-Pilot ein besseres Abschneiden als in Spielberg an, wo er auf Rang 13 die Punkte recht deutlich verpasste -- auch weil das Qualifying einmal mehr so gar nicht nach Wunsch gelaufen war. Kaum besser erging es Teamkollege Daniel Ricciardo, der im Rennen als Zwölfter ebenfalls leer ausging. Beide Piloten kommen aktuell jeweils auf 16 Zähler in der WM-Wertung. Renault liegt damit schon 20 Punkte hinter McLaren, bekanntlich Motorenkunde der Franzosen.

„Auf uns wartet nach wie vor viel Arbeit“, will Hülkenberg in England mit seinem Team unbedingt wieder einen Schritt nach vorne machen, wobei er sich auf jeden Fall auf die kommenden Tage freue. Man könne förmlich fühlen, dass der Motorsport in Silverstone verwurzelt sei, so der Renault-Pilot. Erstmals kreisten die Autos dort im Mai 1950.

Silverstone sei eine Strecke mit viel Speed und tollen Kurven wie Maden, Becketts und Chapel, die einfach Spaß machen, findet der Emmericher, der aber aus den letzten Jahren auch genau weiß, dass man auf dem Kurs ganz besonders gefordert werde. „Eine Runde ist körperlich enorm anstrengend und du spürst das Wochenende hinterher“, stellt sich Hülkenberg auf einige „Nachwehen“ ein.

„Die Piloten genießen es, dort zu fahren, da es sich um eine sehr abwechslungsreiche Strecke handelt. Es gibt sowohl Hochgeschwindigkeitsbereiche als auch ein paar Haarnadelkurven“, ergänzt Renault-Technikchef Nick Chester.

Eine besondere Herausforderung wird sein, dass auf neuem Asphalt gefahren wird. Der war nötig geworden, weil die erst im vergangenen Jahr aufgetragene Schicht für viel Ärger gesorgt hatte, nachdem 2018 am regnerischen MotoGP--Wochenende viel Wasser auf der Piste gestanden hatte. „Wir sind gespannt, wie die Oberfläche sein wird. Da wir diese erst am Freitag kennenlernen, werden wir auch dann erst mit dem Set-up reagieren können“, erklärt Chester. Die Abstimmung der Wagen in Silverstone sei generell immer sehr knifflig.

Im vergangenen Jahr belegte Nico Hülkenberg in England den sechsten Platz, direkt hinter Daniel Ricciardo, der damals noch im Red Bull fuhr. Der Australier feierte 2011 sein Formel 1-Debüt in Silverstone. „Ich liebe diese Strecke und auch die britischen Fans sind immer sehr leidenschaftlich“, fiebert Ricciardo dem Wochenende entgegen.

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