Emmerich: Hülkenberg will unter Flutlicht glänzen

Emmerich : Hülkenberg will unter Flutlicht glänzen

Formel 1: Nach dem fünften Platz in Monza möchte der Emmericher in Singapur vorne mitfahren.

Noch ist nicht klar, ob Nico Hülkenberg auch in der kommenden Saison in der Formel 1 fährt. Allerdings sieht der Emmericher seine Zukunft ganz entspannt. „Es ist noch nichts entschieden, es gibt noch nichts Konkretes, aber wenn ich möchte, kriege ich einen Rennsitz und bin auch dabei“, sagt der 32-Jährige. So will der US-amerikanische Rennstall Haas in Kürze mitteilen, wer im nächsten Jahr der zweite Mann neben Kevin Magnussen wird, wobei die Wahl wie berichtet nur noch zwischen Hülkenberg und Romain Grosjean fallen wird. Mit dem fünften Platz zuletzt beim Großen Preis von Italien in Monza hat der Emmericher auf jeden Fall noch einmal sehr gute Argumente für einen Vertrag bei Haas geliefert.

Im Renault wird Nico Hülkenberg in diesem Jahr noch sieben Rennen absolvieren, am Sonntag steht der Große Preis von Singapur auf dem Programm. Der 5,063 Kilometer lange Marina Bay Circuit führt mitten durch den glitzernden Stadtstaat in Südostasien. Die Besonderheit ist, dass in Singapur unter Flutlicht gefahren wird – 2008 war dieses Nachtrennen eine Premiere im Grand-Prix-Sport. Rund drei Millionen Watt verschlingt die gigantische Flutlicht-Anlage, die aus insgesamt 1.600 Lichtprojektoren besteht.

Es brauche immer etwas länger, um sich ans Racing im Flutlicht zu gewöhnen, weiß Hülkenberg. Und obwohl nachts ohne direkte Sonneneinstrahlung gefahren werde, sei die Hitze ein großer Faktor, zudem sei die Luftfeuchtigkeit extrem hoch, stellt sich der Renault-Pilot erneut auf ein ungemein anstrengendes Rennen ein. „Der Wasserverlust ist enorm und man ist nach dem Rennen ziemlich ausgelaugt“.

Mehr als 20 Kurven, sehr wenige Geraden, viele Bodenwellen und Kerbs lassen den 22 Fahrern außerdem kaum Verschnaufpausen. „Und dann sind auch noch die Mauern überall sehr nah, die kleinste Unachtsamkeit bedeutet sofort einen Einschlag“, ist bei Hülkenberg und den Kollegen stets volle Konzentration gefordert.

Für das Rennen in Singapur hat sich der Emmericher viel vorgenommen. „Das Team hat Italien auf einem Höhepunkt verlassen und wir haben neuen Schwung in die Konstrukteurswertung gebracht. Das Rennen um den vierten Platz ist jetzt wieder voll eröffnet. Wir müssen uns weiterentwickeln und diese guten Ergebnisse regelmäßiger erzielen. Und das ist sicherlich auch möglich“.

Durch den fünften Platz von Hülkenberg und Rang vier von Daniel Ricciardo sammelte Renault in Monza insgesamt 22 Punkte, während die momentan auf Rang vier in der Konstrukteurswertung liegenden McLaren nur einen Zähler holen konnten. Damit verkürzte das französische Werksteam den Rückstand auf 18 Zähler.

Übrigens erwartet Nico Hülkenberg, dass mit Mick Schumacher bald schon ein weiterer deutscher Fahrer in der Königsklasse antreten wird. „Ich bin mir sicher, dass wir ihn spätestens in zwei Jahren in der Formel 1 sehen werden. Er hat sich sehr gut entwickelt“, sagte der Emmericher in einem Interview bei ‘n-tv’.