1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich
  4. Sport

Lokalsport: Hülkenberg will Aufwärtstrend mit Renault in Spa fortsetzen

Lokalsport : Hülkenberg will Aufwärtstrend mit Renault in Spa fortsetzen

Der Emmericher freut sich auf das Rennen auf einer seiner Lieblingsstrecken und schwärmt von der legendären Kurve Eau Rouge.

Anfang Juli führte die dritte Etappe der Tour de France über den legendären Circuit von Spa-Francorchamps. An diesem Wochenende sind die Reifen auf der Strecke wieder deutlich breiter. Denn die Formel 1 beendet ihre Sommerpause mit dem Ardennen-Klassiker. "Es ist eine meiner Lieblingstrecken und gehört zu den besten der Welt", sagt Nico Hülkenberg, der dem Großen Preis von Belgien entgegenfiebert. "Der Kurs selbst liegt in einer herausragenden Landschaft. Und dann gibt's natürlich noch Eau Rouge." Es sei schon überwältigend, diese Kurve nur zu sehen. "Sie in einem Formel-1-Auto zu durchfahren, ist noch viel spezieller. Wir werden dort mit Vollgas unterwegs sein, was sehr aufregend ist", sagt Hülkenberg, der am Samstag 30 Jahre alt geworden ist.

Mit 7,004 Kilometer gibt es in Spa die längste Runde in der Formel 1. Es sei, so Hülkenberg, extrem wichtig, eine gute Fahrzeug-Balance zu finden, weil es entsprechend viele Kurven gibt. "Man muss die Sektoren zusammenbekommen und in jeder Kurve am Limit sein. Genau das ist die Herausforderung, um eine gute Runde hinzubekommen", sagt der Renault-Pilot. "Mir gefällt speziell der mittlere Sektor, in dem man ziemlich viel zu tun hat. Aber man hat dort einen guten Rhythmus. Es macht einfach Spaß, ihn zu fahren."

Weniger Freude bereitet von Zeit zu Zeit das unbeständige Wetter in den Ardennen. Wie auch immer die Bedingungen am kommenden Wochenende sein werden, schon jetzt ist klar, dass der Mythos Spa die Massen elektrisiert. Der Veranstalter vermeldet bereits, dass Tribünenkarten komplett vergriffen sind. 260.000 Zuschauer werden am Wochenende erwartet. Gerade aus den Niederlanden werden unzählige Besucher kommen, da Max Verstappen viele Fans anlocken wird. Hülkenberg saß früher in Spa selbst auf der Tribüne. Mit Vater Klaus-Dieter sah er als kleiner Junge ein Rennen auf dem legendären Kurs.

Derweil hat Teamchef Cyril Abiteboul gegenüber dem britischen Fachblatt Autosport noch einmal bestätigt, dass Renault zu Beginn der Saison auf kleinere Updates verzichtet hatte und stattdessen ein großes Paket für Silverstone geschnürt habe. Seitdem sei ein Aufwärtstrend klar zu erkennen. Der soll in Spa fortgesetzt werden. Das Werksteam, das allein in diesem Jahr 80 neue Mitarbeiter eingestellt hat, hält am ehrgeizigen Ziel fest, ab 2020 um den WM-Titel mitzufahren.

Nico Hülkenbergs Teamkollege Jolyon Palmer wird wohl nicht mehr lange dabei helfen, die ehrgeizigen Ziele der Franzosen in die Tat umzusetzen. Es gilt schon als Überraschung, dass Palmer nach der Sommerpause noch im Renault-Cockpit sitzen darf. Der Brite hat bisher keinen WM-Punkt geholt und wird von Nico Hülkenberg regelmäßig beim Training und den Rennen in seine Schranken verwiesen.

Renault beschäftigt sich angeblich mit einer Verpflichtung von Carlos Sainz (Toro Rosso). Auch Sergio Perez (Force India) gilt als Kandidat. Mit dem Mexikaner wurden bereits 2016 Verhandlungen geführt. Als ganz große Lösung steht dann auch der Name Fernando Alonso (McLaren) im Raum, der 2005 und 2006 im Renault Weltmeister wurde.

(RP)