Motorsport: Hülkenberg profitiert von Ricciardos Strafe

Motorsport : Hülkenberg profitiert von Ricciardos Strafe

Der Emmericher landet beim Großen Preis von Frankreich auf dem Circuit Paul Ricard auf Platz acht.

Eigentlich war der Emmericher Nico Hülkenberg beim Großen Preis von Frankreich als Neunter abgewunken worden. Dass er aber doch noch einen Platz nach vorne rutschte, war ausgerechnet seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo zu verdanken.

Als Siebter über die Ziellinie gefahren, wurde der Australier nachträglich bestraft und fiel aus den Top 10. So musste sich Renault bei seinem Heimrennen mit den vier Punkten begnügen, die Nico Hülkenberg als Achter gut geschrieben werden.

In einem weitestgehend ereignislosen Rennen hatte es erst die 53. und letzte Runde in sich, als es einen Vierkampf der beiden Renault-Fahrer mit Lando Norris (McLaren) und Kimi Räikkönen (Alfa Romeo) gab. Norris, der als Führender des Quartetts auf Position sieben lag, hatte mit Hydraulikproblemen zu kämpfen, so dass die anderen drei schließlich vorbeiziehen konnten. Allerdings kam Ricciardo dabei zweimal von der Strecke ab. Zuerst in der Schikane, als er fast die Kurve nicht bekommen hätte, dann beim Überholvorgang gegen Räikkönen, so dass eine Untersuchung folgte. Die Stewards verhängten daraufhin für den Australier gleich zwei Strafen von je fünf Sekunden, so dass dieser zurückfiel.

Ins Rennen gegangen war Nico Hülkenberg von Platz 13, nachdem das Qualifying in Le Castellet nicht optimal verlaufen war. Pech hatte der Emmericher in Q2, er verpasste den Einzug in die Top 10 um eine Zehntel. „Es gab einen kleinen Fehler in der Software für das Brake-by-Wire-System, weshalb ich die letzte Runde nicht durchbekommen habe“, erklärte der 31-Jährige, der – anders als Ricciardo – auf dem Circuit Paul Ricard noch nicht mit einem neuen Motor unterwegs war, da er ansonsten eine Strafe erhalten hätte.

Nach dem Start konnte Hülkenberg einen Platz gut machen und ging als Zwölfter in die nächsten Runden. Während es für Ricciardo auf Medium-Reifen bereits in der 17. Runde in die Box zum Wechseln ging, hielten die harten Reifen von Hülkenberg bis zur 35. Runde. Zu diesem Zeitpunkt lag er auf dem sechsten Platz.

Als er auf die Strecke zurückkehrte, stand der elfte Rang auf dem Tableau. In der 41. Runde ging es für den 31-Jährigen noch einen Platz vor, ehe es zum wilden Finale in der letzten Runde kam.

„Leider bin ich das ganze Rennen über hinter Kimi Räikkönen festgehangen, obwohl ich eigentlich mehr Speed hatte“, bedauerte Hülkenberg. Ob das mit einem neuen Motor möglich gewesen wäre?

„Eventuell, es ist aber schwer darüber zu debattieren“, so der 31-Jährige, der mehr PS nun beim Großen Preis von Österreich erwartet, der bereits am nächsten Wochenende auf dem Red Bull Ring in Spielberg steigen wird.

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