Lokalsport: Hülkenberg freut sich auf Duell mit Sainz

Lokalsport : Hülkenberg freut sich auf Duell mit Sainz

Formel 1: Der Emmericher Pilot hat in seinem Teamkollegen einen ernstzunehmenden Gegner. Der 30-Jährige glaubt aber, mit seiner Erfahrung punkten zu können. Renault beliefert jetzt auch das Team McLaren mit Motoren.

Die Reaktionen der Fans sind ausgesprochen gut. Viele Motorsport-Anhänger loben in den diversen sozialen Netzwerken das Design des neuen Renault-Rennwagens für die neue Saison in der Formel 1. Gerade im Vergleich mit dem einen Tag früher enthüllten Red Bull schneidet der im englischen Enstone entworfene Bolide des französischen Werksteams gut ab.

Wichtiger wird freilich sein, wie der Emmericher Pilot Nico Hülkenberg und Teamkollege Carlos Sainz auf der Piste gegen die Red-Bull-Fahrerpaarung Daniel Ricciardo und Max Verstappen abschneiden werden. Denn bekanntlich wird auch das Auto des Getränkeherstellers mit einem Renault-Motor angetrieben.

Hinzu kommt in der neuen Saison noch ein weiterer Konkurrent mit Stallgeruch. Denn das Traditionsteam McLaren ist von Honda zu Renault gewechselt. "Es ist uns eine Ehre, so große Teams wie Red Bull und McLaren auszurüsten. Dass sie Renault gewählt haben, ist eine Anerkennung der Qualität unseres Produkts und unserer Arbeit", sagte Renaults Sportchef Cyril Abiteboul bei der Vorstellung des R.S.18. "Sie sind natürlich sehr starke Wettbewerber. Das ist für uns eine extra Herausforderung und Motivation zugleich. Sie werden für unsere Performance dieses Jahr ganz klar der Gradmesser sein."

Dass Renault seit vielen Jahren in der Formel 1 Privatteams mit Motoren beliefere, sei ein wichtiges Erbe, das es zu bewahren gelte, sagt der Motorsportchef. Nichtsdestotrotz macht Abiteboul auch klar, dass bei allem Respekt für die Kundenteams die eigenen Interessen an erster Stelle stehen. "Unsere Strategie ist sehr klar. Wir sind als vollständiges Werksteam in der Formel 1. Der Marketingwert steht einzig und allein im Zusammenhang mit dem Werksteam", so der Franzose.

Neben vielen Investitionen rund um die Werke in Enstone und Viry inklusive personeller Aufstockung haben die Franzosen auch einen Kardinalfehler der vergangenen Saison beseitigt. Dieses Mal stehen zwei Fahrer unter Vertrag, die sich theoretisch zumindest auf Augenhöhe befinden.

Auch Nico Hülkenberg weiß genau, dass er nicht noch einmal einen Teamkollegen so nach Belieben beherrschen wird wie Jolyon Palmer in der vergangenen Saison im Qualifying. "Da ist ein junger, hungriger und schneller Pilot auf der anderen Seite der Garage, der mich auf Trab halten wird. Hoffentlich kann ich ihm auch ein paar Tricks beibringen", sagt der Emmericher über seinen spanischen Teamkollegen.

Insgesamt herrscht beim 30-Jährigen richtige Vorfreude auf die neue Saison. Das hat auch mit einem bisher weniger beachteten Umstand zu tun.

Pirelli hat nämlich angekündigt, bei einigen Rennen deutlich weichere Reifenmischungen anzubieten. "Ich freue mich auf die Reifenwahl für einige der Grand Prix. Das sollte mehr Möglichkeiten für Mehrstopp-Rennen bieten, was die Sache interessanter macht", sagt der Emmericher.

(RP)
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