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Motorsport: Hülkenberg: Ein besonderes Erfolgserlebnis

Motorsport : Hülkenberg: Ein besonderes Erfolgserlebnis

Der Emmericher Formel 1-Pilot Nico Hülkenberg ging zwar gestern beim "Großen Preis von Deutschland" auf dem Hockenheimring leer aus. Doch dafür hatte er am Samstag im Qualifying Michael Schumacher besiegt.

Zwar hat Nico Hülkenberg gestern beim "Großen Preis von Deutschland" auf dem Hockenheimring sein Punktekonto nicht weiter ausbauen können. Der Emmericher Formel 1-Pilot landete am Ende eines spannenden Rennens, das ohne große Höhepunkte verlief, auf dem 13. Platz. Doch dafür war dem 22-Jährigen am Samstag vor den Augen seiner Familie und vieler Freunde ein ganz besonderes Erfolgserlebnis vergönnt, das er garantiert so schnell nicht vergessen wird.

Großes Lob von Willi Weber

In der letzten Session des Qualifying hatte der junge Williams-Pilot ausgerechnet den siebenfachen Weltmeister Michael Schumacher raus gekegelt, der anschließend sichtlich frustriert in seine Fahrerbox schlich. Für dieses Kunststück gab's anschließend ein großes Lob von Manager Willi Weber, der einst "Schumi" auf dem Weg zu seiner einmaligen Karriere begleitet hatte und in Zukunft mit Nico Hülkenberg noch einiges vor hat. Der Emmericher gab sich nach seinem Bravourstück sehr selbstbewusst und zeigte kein Mitleid mit dem renommierten Silberpfeil-Piloten: "Michael ist lange genug dabei um zu wissen, wie der Hase läuft. Jeder muss schauen, wo er bleibt."

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Das gestrige Rennen verlief für den Williams-Rennstall. der sich am Samstag ausgelassen über die Startplätze acht (Rubens Barrichello) und zehn gefreut hatte, allerdings insgesamt enttäuschend. Der erfahrene Brasilianer und sein junger Teamkollege vom Niederrhein hatten direkt zu Beginn einige Probleme. "Ich hatte einen schwierigen Start und kam nicht gut weg", sagte Barrichello. "Ich fuhr auf die Haarnadelkurve zu und Kobayashis Manöver auf die Innenseite ließ mir keinen Platz." Ähnlich äußerte sich der Emmericher: "Das Rennen wurde heute beim Start entschieden. Das war für mich nicht gut und ich konnte die Plätze nicht mehr aufholen."

Nico Hülkenberg war auf Anweisung seines Rennstalls ungewöhnlich lange mit dem ersten Satz Reifen unterwegs und wurde erst in Runde 34 an die Box gerufen. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Rundenzeiten allerdings bereits langsamer als die der meisten Konkurrenten. "Uns fehlte heute die nötige Pace. Und bei so einem ereignislosen Rennen ergibt sich auch nicht die Chance, einen Vorteil zu bekommen", meinte der Emmericher.

Auch sein Chef Sam Michael reagierte nach dem Rennen enttäuscht. "Es ist nicht befriedigend, heute die Punkteränge verpasst zu haben. Unsere schlechten Starts haben uns erheblich zurückgeworfen", erklärte der Williams-Technikchef.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Nico Hülkenberg

(RP)