Motorsport: Hülkenberg blickt optimistisch auf 2015

Motorsport : Hülkenberg blickt optimistisch auf 2015

Der Emmericher Formel 1-Pilot rechnet mit einem guten Start in die neue Saison, weil Force India weiter auf Mercedes-Motoren setzen kann. Er bezeichnet die Zusammenarbeit mit seinem Teamkollegen Sergio Perez als gut.

Erstaunlich offen hat sich Nico Hülkenberg jetzt über seinen Wechsel von Force India zu Sauber vor der Saison 2013 geäußert. "Ich denke, das Team am Ende des Jahres 2012 zu wechseln, war im Rückblick nicht der richtige Entschluss. Abgesehen davon, bin ich aber mit den Entscheidungen, die ich getroffen habe, glücklich", sagt der Emmericher im Interview mit der offiziellen Homepage der Formel 1.

Die Rückkehr in der vergangenen Saison zu Force India sei dann eine Bauchentscheidung gewesen. "Es ging nicht so sehr darum, Sauber zu verlassen", so der 27-Jährige. "Es ging um die Möglichkeiten bei Force India - einem Team, das ich sehr gut kannte. Es gab eine Menge Faktoren. Aber Force India mit den Mercedes-Motoren schien die beste Kombination zu sein. Ja, es hat sich als die richtige Entscheidung herausgestellt. Manchmal braucht man auch ein bisschen Glück."

Denn in der Rückschau hätte die abgelaufene Saison auch sehr unerfreulich verlaufen können. Sauber holte schließlich keinen Punkt. Adrian Sutil, der mit Hülkenberg das Cockpit getauscht hatte, wird aller Voraussicht im kommenden Jahr wohl nicht mehr in der Königsklasse des Motorsports mitmischen. Lange Zeit stand vor zwölf Monaten auch ein Wechsel zu Lotus im Raum. Der scheiterte aber, weil Pastor Maldonado sich mit seinen Petro-Dollars dort ein Stammcockpit erkaufte. Am Saisonende hatte Lotus zehn Zähler in der Konstrukteurswertung. Force India lag bei 155, wovon der Emmericher 96 beisteuerte.

Auch 2015 bekommt es Nico Hülkenberg in seinem Team wieder mit Sergio Perez zu tun. "Er ist ein sehr starker Teamkollege. Das ist gut, weil es mir hilft, das Beste aus mir herauszuholen", sagt der Emmericher. So sei sein Rookie-Jahr 2010 im Williams an der Seite von Rubens Barrichello interessant und hart gewesen, weil der Brasilianer sehr schnell war, Andererseits habe er eine Menge von ihm gelernt. "Meine Beziehung mit Perez ist durchaus normal. Wir wollen uns gegenseitig schlagen. Aber wir kommen miteinander aus und arbeiten gut zusammen, um das Team nach vorne zu bringen."

Beim Ausblick auf das Lahr 2015 freut sich der Emmericher, dass sein Bolide weiterhin von einem Mercedes-Aggregat angetrieben wird. "Das sollte uns in eine gute Position bringen - besonders zu Beginn der Saison", sagt der 27-Jährige. "Der Mercedes war ganz offensichtlich der beste Motor in diesem Jahr. Und das erwarte ich auch in 2015."

(RP)
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