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Reitsport: Hubert Markett kämpft um den WM-Titel

Reitsport : Hubert Markett kämpft um den WM-Titel

Gespannfahrer vom RV "Sankt Georg" Haldern nimmt im englischen Sandringham bereits zum vierten Mal an einer Weltmeisterschaft teil. Bislang ist er immer noch mit einer Medaille in sein Heimatdorf Esserden zurückgekehrt.

Vielleicht schaut am Wochenende sogar königlicher Besuch vorbei. Queen Elizabeth und Prinz Philip lassen sich in schöner Regelmäßigkeit auf ihrem geliebten Landsitz in Sandringham blicken. Genau dort, vor der malerischen Kulisse des Schlosses "House Sandringham", ermitteln die Gespannfahrer mit Behinderung ab Freitag ihren neuen Weltmeister.

Zum engsten Favoritenkreis gehört einmal mehr ein Mann aus Esserden, der in der Vergangenheit bei den internationalen Titelkämpfen mächtig abgeräumt hat: Hubert Markett. Als Debütant wurde der 52-Jährige im Jahr 2008 in Greven-Bockholt auf Anhieb Vizeweltmeister im Einzelwettbewerb. 2010 kehrte Markett als Mannschaftsweltmeister aus dem niederländischen Breda in sein Heimatdorf zurück; 2012 (ebenfalls in Breda) führte er mit Heiner Lehrter (Ibbenbüren) und Markus Beerhues (Waldersloh) Deutschland zum Vizetitel.

Vor seinem vierten WM-Start mit Erfolgspferd Jesko und den Beifahrern Klaus Jeske und Sandra Schweer gibt sich Markett gewohnt bescheiden: "Ich gehe ohne großartige Erwartungshaltung in den Wettbewerb. Mit dieser Einstellung bin ich in der Vergangenheit gut gefahren. Natürlich möchten wir eine möglichst gute Leistung zeigen. Und dann warten wir einfach mal ab, was unter dem Strich herauskommt."

Der deutsche Tross um Hubert Markett, Markus Beerhues, Heiner Lehrter, Alexandra Roeder (St. Augustin) und Torsten Roeder, der ebenfalls für den Reit- und Fahrverein "Sankt Georg" Haldern startet, ist gestern gesund und munter in Großbritannien eingetroffen.

Heute wird erst einmal gefeiert. Um 19 Uhr beginnt der "Abend der Nationen" - neben den deutschen Startern mischen in diesem Jahr Gespannfahrer aus England, Holland, den Vereinigten Staaten, Belgien, Norwegen, Schweden und Irland mit. Morgen werden die Pferde zunächst noch einmal von einem Tierarzt untersucht, ehe um 18.30 Uhr die eigentliche Eröffnungszeremonie beginnt. Vorher wird Bundestrainer Ludger Schmeing noch das Trio bekannt geben, das er für den Mannschafts-Wettbewerb nominiert.

(RP)