HSG-Handballerinnen freuen sich aufs Derby

Handball : HSG-Frauen freuen sich auf das Derby

Handball Der Tabellenletzte der Landesliga trifft auf den TSV Bocholt. Herren der Vereinigten wollen in der Bezirksliga eine Trendwende schaffen. Am Sonntagnachmittag kommt der TV Jahn Hiesfeld II nach Rees.

Heimspieltag für die Herren und Damen der Handballspielgemeinschaft Haldern/Mehrhoog/Isselburg (HMI). Erst treffen die Männer von Trainer Sven Esser um 16 Uhr in der Dreifachturnhalle am Westring in Rees auf den Bezirksliga-Tabellenvierten TV Jahn Hiesfeld II und im Anschluss daran um 18 Uhr steigt in der Frauen-Landesliga das Nachbarschaftsduell zwischen der HSG und dem TSV Bocholt.

Für die abstiegsbedrohten Handballerinnen der HSG HMI geht es im Derby um wichtige Punkte für den Klassenerhalt. „Wir freuen uns sehr auf das Spiel. Zumal es in Rees stattfindet und dort immer eine entsprechende Kulisse ist. Das bringt schon einen gewissen Reiz mit sich“, erklärt HSG-Trainer Ralf Sobotta.

Die Gäste aus Bocholt haben nach einem guten Saisonstart stark nachgelassen und befinden sich mittlerweile ebenfalls im Kampf gegen den Abstieg. Aus den zurückliegenden sieben Spielen konnte der Lokalrivale lediglich zwei Punkte holen. „Sie verfügen trotz des negativen Laufs weiterhin über eine hervorragende Abwehr mit zwei hervorragenden Torhüterinnen. Zudem beherrschen sie das Kreisläuferspiel perfekt“, sagt Sobotta, der um die Stärken des TSV bestens Bescheid weiß.

Dennoch ist Sobotta guten Mutes, gegen den direkten Konkurrenten punkten zu können: „Wir haben die vergangenen Wochen sehr guten Handball gespielt und gezeigt, dass wir mit jeder Mannschaft in der Liga mithalten können. Wir haben tolle Fortschritte vor allem im Angriffsspiel gemacht. Ich glaube, es wird ein hochinteressantes und enges Derby.“

Während die Handballerinnen in den vergangenen Wochen immer besser in die Saison gefunden haben, zeigt der Trend bei den Herren der HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg zuletzt nach unten. Aus den letzten fünf Spielen konnten die Vereinigten gerade mal einen Punkt holen. Im Jahr 2019 gab es zudem zwei deutliche Niederlagen (22:27 gegen SV Schermbeck II und 19:28 gegen TuS Xanten). Zu allem Überfluss kommt mit der Zweitvertretung des TV Jahn Hiesfeld noch sowas wie das Team der Stunde. Die Dinslakener mussten sich in den vergangenen acht Begegnungen nur einmal geschlagen geben.

„Aktuell ist bei uns ein bisschen der Wurm drin. Wir bringen nicht das auf die Platte, was wir können. Gegen Hiesfeld müssen wir vor allem unsere Konzentration steigern, um was Zählbares mitnehmen zu können“, erklärt HSG-Coach Sven Esser. Besonders im Angriff hapert es nach der langen Winterpause bei den Vereinigten. „Wir machen im Angriff derzeit viel zu viele einfache Fehler und schenken unserem Gegner quasi den Ball. Diese technischen Fehler müssen wir deutlich minimieren. Daran arbeiten wir auch, doch das ist ein langer Prozess“, analysiert Esser.

Mit dem Tabellenvierten wartet nun allerdings ein dicker Brocken auf die HSG HMI. „Das ist eine technisch unglaublich gute Mannschaft. Sie haben viele Leute dabei, die den Ball schnell machen können. Zudem können sie sehr variabel auf die gegnerische Deckung reagieren“, lenkt Esser den Fokus auf die Qualitäten der Dinslakener und ergänzt: „Allerdings ist es in unserer derzeitigen Phase nicht wichtig gegen wen wir spielen. Wir müssen vielmehr auf uns schauen und dafür sorgen, dass wir es besser machen als zuletzt.“

Verzichten muss Esser gegen den TV Jahn II auf Tobias Brücker, der aus privaten Gründen nicht dabei ist. Dafür kehrt Max Arendsen in den Kader zurück. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Christian Blümel, der zuletzt an einer Fingerverletzung laborierte. „Bei Christian müssen wir abwarten. Sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig“, hofft der HSG-Coach auf ein Mitwirken des Rückraumspielers.