Handball : HSG muss in Wettkampfmodus finden

Die Bezirksliga-Herren beenden nach der langen Pause die Hinrunde am Samstag beim SV Schermbeck II. Die Landesliga-Damen sind am Sonntag beim TV Krefeld-Oppum erneut Außenseiter.

Nach sechs Wochen Pause geht es am Wochenende weiter in den Handball-Amateurligen. Die Herren der HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg reisen zum Hinrunden-Abschluss zur Zweitvertretung des SV Schermbeck (Samstag, 19.50 Uhr). Am letzten Wochenende bestritten die Mannen von Trainer Sven Esser ein Testspiel gegen die A-Jugend des TV Jahn Hiesfeld, das knapp verloren wurde. Trotz der Niederlage war Esser zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: „Wir haben vor allem versucht, nach der langen Pause wieder in den Rhythmus zu kommen. Durch das Spielverbot während der Handball-Weltmeisterschaft hat sich die Unterbrechung gezogen. Deshalb wird es am Samstag drauf ankommen, wieder in den Wettkampfmodus zu kommen.“

Die Hausherren rangieren mit einem Punkt mehr auf dem Konto nur zwei Plätze vor den Vereinigten. „Schermbeck hat eine gute Mannschaft mit einer Mischung aus erfahrenen und jungen Akteuren. Zudem können sie unterschiedliche Formationen spielen und es ist nicht immer klar, wer bei ihnen auf der Platte steht. Außerdem ist es ein Heimspiel für Schermbeck. Dennoch müssen wir nur auf uns schauen und unsere Leistung abrufen. Trotzdem wissen wir natürlich, dass es nicht einfach wird. Unsere Leistung muss einfach passen, damit wir dort zwei Punkte mitnehmen können“, so HSG-Coach Esser.

Ein Sieg wäre vor allem wichtig, um den Anschluss nach oben nicht ganz zu verlieren, da man vor der langen Winterpause aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt holen konnte. „Vor der Weihnachtspause hatten wir drei sehr enge Spiele, wo wir allerdings nur einen Zähler holen konnten. Daher wäre es wichtig, zwei Zähler zu holen, um die Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen und einen Platz im oberen Mittelfeld zu festigen“, hofft Esser auf einen Sieg beim Tabellensechsten.

Auch für die Damen der Vereinigten geht es an diesem Wochenende weiter. Die Mannschaft von Trainer Ralf Sobotta tritt am Sonntag um 14.30 Uhr beim TV Krefeld-Oppum (6.) an. Das Hinrundenspiel verlor das Schlusslicht mit 12:20 in eigener Halle. „Natürlich war das Hinspiel deutlich, doch das war für uns das erste Match in der Landesliga, da sind wir sehr nervös aufgetreten und hatten auch noch Pech im Abschluss“, erklärt Sobotta.

Ins Rückspiel geht die Handballspielgemeinschaft auch mit neu gewonnenem Selbstbewusstsein. So konnte die letzte Partie vor der Winterpause mit 22:21 beim TV Aldekerk 3 gewonnen werden. Zudem verbuchte die junge Mannschaft noch einen Testspielerfolg beim Tabellenführer der Kreisliga, der HSG Wesel. „Es war ein Spiel, um wieder in den Wettkampfmodus zu kommen. Ich kenne die Mannschaft, da ich dort selber mal trainiert habe. Es war ein sehr faires Spiel und ein wirklich guter Test für uns“, resümierte der Coach der HSG HMI.

Dennoch fährt der Aufsteiger als klarer Außenseiter nach Krefeld. „Ich wäre schon zufrieden, wenn wir Oppum ein wenig ärgern können und das Ergebnis knapp halten. Sie sind eine sehr starke Heimmannschaft mit einem richtig guten Rückraum“, erklärt Sobotta und ergänzt: „Zumal uns mit Louisa Rose und Stephanie Vogel zwei wichtige Spielerinnen nicht zur Verfügung stehen.“

Während Rose aus privaten Gründen fehlt, ist die Saison für Vogel beendet. Die routinierte Rückraumspielerin hat sich einen Teilriss des Außenbandes und des Meniskus im Knie zugezogen.

Doch trotz der Ausfälle sucht Ralf Sobotta keine Ausreden: „Bei uns gibt es kein rumjammern. Es gilt, da weiter zu machen, wo wir aufgehört haben. Wir konnten zwar nicht so oft trainieren, haben in den wenigen Übungseinheiten aber viel Wert auf das Tempospiel gelegt. Außerdem haben wir daran gearbeitet, im Angriff aus der Situation heraus das Tempo zu verschärfen, um besser in die Lücken zu stoßen und das Spiel am Kreis zu verstärken. Ich hoffe, dass das Früchte trägt. Wir lassen uns auch von den Ausfällen nicht von unserem Weg abbringen.“.

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