HSG droht der Ausverkauf

Die HSG Haldern / Mehrhoog / Isselburg verliert ihre stärksten Talente. Nach Rückraumspieler Klaus Buil steht nun auch sein Bruder Sven vor einem Wechsel zur HSG Wesel. Damit ist die sportliche Zukunft gefährdet.

Rolf Paschmann dürfte sich sein Comeback als Trainer des Handball-Bezirksligisten HSG Haldern / Mehrhoog / Isselburg ganz anders vorgestellt haben. Dem Fusionsverein, der vor gerade einmal zwei Jahren den Neuaufbau in die Wege geleitet hatte, droht jetzt der Ausverkauf.

"Das wäre eine Katastrophe"

Vor wenigen Wochen hatte Rückraumschütze Klaus Buil seinen Wechsel zum ambitionierten Landesligisten HSG Wesel bekannt gegeben. Jetzt sucht offenbar auch noch sein jüngerer Bruder Sven beim Nachbarverein eine neue Herausforderung. "Das wäre für uns eine Katastrophe." Rolf Paschmann weiß ganz genau, welche Folgen der Abgang des 18-jährigen Linksaußens hätte. "Dann gehören wir zum engsten Kreis der Abstiegskandidaten."

Sven Buil begeistert als pfeilschneller Angreifer, der auch im Rückraum eingesetzt werden kann, die Isselburger Handballfreunde bereits seit zwei Jahren. Der Youngster soll sich noch in dieser Woche entscheiden, ob er seinem Bruder folgt oder der HSG noch eine weitere Saison erhalten bleibt. Wie auch immer — das aktuelle Dilemma dürfte den Verantwortlichen der Spielgemeinschaft auf Dauer Probleme bereiten.

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Der Fusionsclub leistet seit einigen Jahren glänzende Nachwuchsarbeit. Der Haken an der Sache: Machen die Talente erst einmal im Seniorenbereich mit guten Leistungen auf sich aufmerksam, tritt schnell die Konkurrenz aus der näheren Umgebung auf den Plan. "Wir sind auf Verstärkungen aus den eigenen Reihen angewiesen. Wir liegen zu weit vom Schuss, um für potenzielle Neuzugänge von anderen Vereinen interessant zu sein. Das war schon zu den Zeiten so, als wir noch als Isselburger TV aufgelaufen sind", meinte Paschmann.

In der laufenden Saison ist der Klassenerhalt für die HSG nur noch Formsache. Drei Spieltage vor Schluss hat die Mannschaft fünf Punkte Vorsprung auf den Vorletzten HC TV Rhede II. Am Sonntagabend lieferte das Team beim Verfolger Blau-Weiß Dingden über weite Strecken eine starke Vorstellung, musste sich aber am Ende mit einem 26:26 (14:10) begnügen. In der 37. Minute hatte die HSG bei einer 19:12-Führung bereits wie der sichere Sieger ausgesehen. Dennoch sollte es am Ende nicht zu einem Auswärtssieg reichen, weil in der Schlussphase völlig der Faden riss.

Nach einer vierwöchigen Pause dürfte die HSG im nächsten Heimspiel die letzten Zweifel am Verbleib in der Bezirksliga beseitigen. Am Samstag, 21. April, trifft die HSG in der Halle am Stromberg auf Absteiger TV Voerde.

(RP/rl)