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Lokalsport: Höhenflug von Blau-Weiß Dingden ist nach dem 0:3 beendet

Lokalsport : Höhenflug von Blau-Weiß Dingden ist nach dem 0:3 beendet

Volleyball: Die Damen legen einen schwachen Auftritt hin und müssen sich in eigener Halle gegen VT Hamburg geschlagen geben.

Der Höhenflug der Volleyball-Damen von BW Dingden ist beendet. Und die Landung fiel äußerst unsanft aus.

Der Zweitligist verlor seine Heimpartie gegen VT Hamburg mit 0:3 (22:25, 20:25, 21:25). Nach der jüngsten Erfolgsserie und dem 3:1-Derbysieg über den Nachbarn Skurios Volleys Borken sind die Blau-Weißen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. "Wir haben uns nie da gesehen, wo wir zuletzt in der Tabelle standen. Es war klar, dass wir auch wieder ein Spiel verlieren würden", sagte BWD-Coach Pascall Reiß, der teilweise fast hilflos an der Seitenlinie gestanden hatte. Denn bei seinen Schützlingen lief am Samstagabend nur äußerst wenig zusammen.

Einen Vorwurf wollte der Dingdener Coach seiner Mannschaft trotz des schwachen Auftritts aber nicht machen. "Wir waren einfach in allen Bereichen nicht gut genug und haben genau die Dinge vermissen lassen, die uns zuletzt so stark gemacht haben", sagte er. Zahlreiche Aufschläge landeten im Aus oder im Netz. In der Annahme haperte es ein ums andere Mal. Obendrein machten die Dingdenerinnen durch einige Missverständnisse oftmals keine gute Figur. So ebbte die Stimmung in der prall gefüllten Halle schnell ab und kochte auch bis zum Ende nie mehr wirklich hoch.

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Bis zur Mitte des ersten Durchgangs hatten die Gastgeberinnen noch gut mitgehalten und lagen zwischenzeitlich sogar mit 15:13 in Front. Beim Stand von 15:15 schlug Patricia Langhoff einen Aufschlag ins Aus. Es war einer von vielen Fehlern. Trotzdem leitete er die Talfahrt letztlich ein. Denn dem Rückstand liefen die Dingdenerinnen bis zum Satzende hinterher.

Den zweiten Durchgang schenkten die Blau-Weißen regelrecht her. Bezeichnend war die misslungene Annahme von Maike Schmitz, die zum Satzgewinn der Hamburgerinnen führte. "Dingden hat viele Fehler gemacht. Das hat uns in die Karten gespielt", sagte Gäste-Trainer Jan Maier. Sein Team war allerdings auch sehr gut aufgelegt. "Hamburg war erbarmungslos", resümierte Reiß.

Im dritten Satz keimte kurzzeitig Hoffnung auf. Die Dingdenerinnen kamen nach großem Rückstand noch einmal auf 19:20 heran. Am Ende präsentierten sie sich aber einmal mehr als zu harmlos, um den Gast vor ernsthafte Probleme zu stellen. Auch die sonst so starke Katrin Kappmeyer blieb trotz immerhin 13 erzielter Punkte blass. "Wir haben natürlich versucht, sie aus dem Spiel zu nehmen. Das hat über weite Strecken auch gut geklappt", erklärte Gäste-Coach Jan Maier.

Sein Gegenüber Pascall Reiß stellte ernüchternd fest: "Wir haben es zu keiner Zeit geschafft, Hamburg unter Druck zu setzen. Das Selbstbewusstsein hat immer weiter nachgelassen."

(RP)