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Handball: Trainer Sven Esser verlässt HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg

Handball : Trainer Sven Esser verlässt die HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg

Der Weseler hört beim Bezirksligisten nach dieser Saison auf. Er wird ab der kommenden Saison den Landesliga-Spitzenreiter TV Borken trainieren. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Die HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg muss sich einen neuen Trainer für ihre erste Herren-Mannschaft suchen, die in der Handball-Bezirksliga spielt. Sven Esser hat dem Verein mitgeteilt, dass er seinen Vertrag nicht verlängern und zur kommenden Saison zum aktuellen Landesliga-Spitzenreiter TV Borken wechseln wird. Der Weseler coacht das Team in der dritten Spielzeit und führte die HSG in der vergangenen Saison in die Spitzengruppe der Bezirksliga. Die Mannschaft büßte dann alle Chancen auf den Aufstieg ein, nachdem sie drei ihrer letzten vier Begegnungen vor dem Saisonabbruch wegen der Pandemie verloren hatte.

„Unabhängig von der aktuellen Liga-Zugehörigkeit sind die Perspektiven beim TV Borken einfach besser. Anders als bei der HSG gibt es dort auch eine Jugend-Abteilung mit Teams in allen Altersklassen. Nichtsdestotrotz hatte ich bei der HSG eine gute Zeit, in der mir die Jungs auch ans Herz gewachsen sind. Deshalb ist mir die Entscheidung nicht leichtgefallen“, sagt Sven Esser.

Zudem hat die Entscheidung des Übungsleiters auch familiäre Gründe. „Bei der HSG Wesel habe ich damals als Trainer aufgehört, weil meine Zwillinge gerade einmal ein Jahr alt waren. Sie sind jetzt etwas älter, daher ist es möglich, künftig wieder mehr Zeit in den Handball zu investieren“, so der Coach.

„Für uns war die Nachricht schon eine große Überraschung. Damit haben wir gerade in der Corona-Zeit nicht gerechnet. Sven Esser hat hier drei Jahre sehr gute Arbeit geleistet, die Mannschaft hat viel dazu gelernt. Er hat sie im offensiven Bereich verbessert und auch in der Abwehr neu aufgestellt. Das hat sich vor allem in der vergangenen Spielzeit positiv bemerkbar gemacht“, sagt Jannik Ising, Vorstandsmitglied der HSG HMI.

Esser sei aber nicht nur fachlich, sondern auch menschlich ein Gewinn für die HSG gewesen. „Es wird schwer, ihn zu ersetzen. Er hat enorm viel Erfahrung mitgebracht, da er ja auch schon höherklassig trainiert hat. Gerade mit den jüngeren Spielern kommt er gut klar und hat diese in ihrer Entwicklung nach vorne gebracht, da er ein wirklicher Kumpeltyp ist“, so Ising.

Wie die Trainerposition beim derzeitigen Tabellenachten der Bezirksliga nun besetzt wird, ist noch nicht klar. „Wir werden in den nächsten Tagen ein Online-Meeting durchführen, um die Situation zu besprechen. Es wird sicherlich nicht einfach, einen Trainer von außerhalb zu finden. Deshalb müssen wir gucken, ob es eine externe oder interne Lösung geben wird“, sagt Ising.