Handball: HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg verspielt Drei-Tore-Vorsprung

Handball : HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg verspielt einen sicher geglaubten Sieg

Der Bezirksligist führt beim TV Borken II drei Minuten vor dem Ende mit 33:30, kommt aber nicht über ein 33:33 hinaus. Für die HSG-Frauen gibt es in der Landesliga gegen den TV Issum im elften Spiel die zehnte Niederlage.    

(tt) Es war ein Handball-Krimi, der am Ende keinen Sieger haben sollte. Bezirksligist HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg erreichte beim TV Borken II ein 33:33. Auch wenn die Borkener durch das Unentschieden ihren ersten Punkt in eigener Halle abgaben, fühlten sich die Gäste nicht als moralischer Sieger. Denn sie vergaben die Chance auf einen Sieg, hatten drei Minuten vor dem Ende noch mit 33:30 in Front gelegen.

Dass der Vorsprung nicht über die Zeit gerettet wurde, lag nach Meinung der HSG auch an einigen fraglichen Schiedsrichterentscheidungen. Vier Sekunden vor dem Spielende etwa sah HSG-Coach Sven Esser die Rote Karte. In der Anfangsphase der Partie lief es für die Gäste noch nicht nach Plan. Borken führte Mitte der ersten Hälfte mit 12:8. Doch bis zur Pause drehte die HSG die Partie und ging mit einer 19:15-Führung in die Kabine. Den Vorsprung büßte das Team dann erst in der dramatischen Schlussphase ein.

HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg: M. Bucksteeg, Kniest – Ising (1), Peters (4), Schnelting (4), Blümel (1), Büdding, Schepersmann (1), Lonscher, Nehling (1), Roes (6), Arendsen (2), Fischer (11). J. Bucksteeg (2).

„Es gibt Spiele, die sollte man direkt nach dem Abpfiff vergessen. Das war so eins“, sagte Martin Bucksteeg, Trainer des Kreisligisten HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg II, nach dem 16:23 (8:10) beim TSV Bocholt III. Von Beginn wurde deutlich, dass die HSG nicht umsetzen konnte, was sie sich vorgenommen hatte. „Durch eine ordentliche Leistung in der Abwehr haben wir es in der ersten Hälfte geschafft, das Spiel offen zu halten. Das hat aber nicht gereicht“, sagte Bucksteeg.

In der zweiten Hälfte wurde auch in der Abwehr unkonzentriert gespielt. Dazu gab es viele einfache Ballverluste im Angriff. „Es gibt so Spiele, an die man einfach einen Haken machen muss“, so der HSG-Coach.

HSG Haldern/Mehrhoog/IsselburgII: Steib, Mende – Marks, Büdding (3), Giesbers (2), Hekers (3), Müller (4), Ijzer (2), Schnur, Rauer, Spickermann, Wissmann, Rübhausen (1), Tappesser (1).

Weiterhin auf keinen grünen Zweig kommt die HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg in der Landesliga der Frauen. Gegen den TV Issum unterlag das Team mit 16:29 (9:18). In den ersten Minuten glich der Gastgeber zweimal eine Führung des TV Issum aus. Doch dann riss der Faden. Die Gäste setzten sich auf 6:2 ab. Dieser Vier-Tore-Rückstand hatte bis Mitte der ersten Hälfte Bestand. Dann zeigte sich Issum immer treffsicherer.

Auch nach der Pause blieb die große Aufholjagd des Tabellenletzten aus. Vielmehr bauten die Gäste ihren Vorsprung sogar noch aus. So lagen die HSG-Frauen in der 38. Minute mit 10:22 im Hintertreffen. Bezeichnend: Während Helen Kolb für Issum alle sechs Siebenmeter verwandelte, brachte der Gastgeber nicht einen seiner drei Strafwürfe im Tor unter. So gab es im elften Saisonspiel die zehnte Niederlage.

HSG Haldern/Mehrhoog/Isselburg: K. Bücker – Schnelting (1), Becker (3), Bruckwilder (4), Helling (2), Vogel, Eimers (1), Praest (1), Zey, Nehling, Gorges, E. Bücker (2), Haves (2), A. Bücker.

(tt)