Lokalsport: Hallennutzungsgebühr soll gestoppt werden

Lokalsport : Hallennutzungsgebühr soll gestoppt werden

Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt dem Emmericher Rat, den SSB und die Vereine zu entlasten.

Auch der Haupt- und Finanzausschuss hat dem Emmericher Rat empfohlen, die Hallennutzungsgebühren für Vereine, die dem Stadtsportbund (SSB) angeschlossen sind, im Jahr 2018 auszusetzen.

Joachim Sigmund, BGE-Fraktionschef, bedankte sich bei den anderen Parteien, dass der Antrag der BGE unterstützt wurde. "Das gibt 17.000 Euro mehr Luft für den Stadtsportbund und den dort angeschlossenen Vereinen. Es ist ein sehr gutes Signal für andere Vereine, sich dem Stadtsportbund anzuschließen."

Herbert Ulrich (CDU) brachte eine Frage aus der Jahreshauptversammlung des SSB mit. Wie berichtet beklagte SSB-Vorsitzender Rüdiger Helmich, dass von der Sportpauschale des Landes über 83.000 Euro im Jahr, der Kämmerer 33.000 als Rücklage für Sanierungsmaßnahmen einbehalte. Ulrich wollte wissen, was es damit auf sich habe. Bürgermeister Peter Hinze sagte: "Es geht um die Instandhaltung der Sportstätten in Emmerich. Aber es gibt auch Stätten, die nicht dem Stadtsportbund unterliegen." Wie etwa das Eugen-Reintjes-Stadion. Kämmerer Ulrich Siebers ergänzte: "Der Erlass sieht auch vor, dass mit den Mitteln Kredite, die diesem Zweck dienen, mitfinanziert werden können."

Als Beispiel: 2016 habe die Stadt 303.000 Euro für die Instandhaltung der Sportstätten investiert, also deutlich mehr als die 83.000 Euro oder die nicht an den SSB abgeführten 33.000 Euro. "Ich wüsste nicht, wie hier irgendwelche Gelder in irgendeiner Tasche landen sollen - im Gegenteil", so der Kämmerer. In den vorigen Jahren habe man immer mehr ausgegeben, als die Sportpauschale ausgemacht hat.

Guido Langer (CDU) regte an, dass die Stadt die Vereine näher informieren möge, denn der Kreissportbund scheint über die Lage nicht informiert zu sein. Dies sagte Peter Hinze zu.

(mavi)