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Lokalsport: GW Lankern kommt ohne externe Verstärkung aus

Lokalsport : GW Lankern kommt ohne externe Verstärkung aus

Fußball: Der A-Ligist befindet sich nach dem Klassenerhalt in der Vorsaison jetzt im Umbruch.

Für den Dorfverein Grün-Weiß Lankern gab es in der vergangenen Saison in der Fußball-Kreisliga A ein versöhnliches Ende. Nachdem die Mannschaft zu Beginn der Spielzeit aus den ersten acht Partien lediglich einen Zähler gesammelt hatte und früh als sicherer Abstiegskandidat gehandelt worden war, sicherten sich die Grün-Weißen auf der Zielgeraden mit zwei Siegen hintereinander den fünftletzten Tabellenrang. Der bedeutete schlussendlich den direkten Klassenerhalt. "Das war ein verdammt hartes Jahr für uns", sagt Trainer Markus Rambach, wenn er auf die vergangene Spielzeit zurückschaut.

Der Coach war erst vor der Saison vom Lokalrivalen BW Dingden, wo er die zweite Garnitur trainiert hatte, zum Nachbarn gewechselt. Obwohl die grün-weiße Mannschaft lediglich gegen den Abstieg gespielt hatte, stand der Vorstand trotz der durchwachsenen Spielzeit immer hinter dem Coach und seinem Konzept. Weil die Ligazugehörigkeit von GWL aber bis zum letzten Spieltag offengeblieben war, schafften es die Grün-Weißen nicht, externe Neuzugänge zu verpflichten, um das Team für die kommende Saison zu verstärken. Obendrein verließen im Sommer viele Routiniers den Verein.

Markus Rambach sieht den personellen Aderlass nicht als Defizit an, sondern betrachtet ihn als Chance für den Verein, der aus seiner Sicht einen Umbruch benötigt. Die Mannschaft wird kommende Saison mit Spielern aus der Reserve aufgestockt. Zudem rückten mit Max Pols und Pavitthiran Mahendran zwei Kicker aus der eigenen A-Jugend auf. "Der Kader bestand hauptsächlich aus Spielern, die schon seit Jahren zusammengekickt haben. Wir ergänzen das Team mit vielen jungen Akteuren, die frischen Wind hineinbringen", sagt Rambach. Es freut ihn, dass das Gros aus dem Dorf Lankern kommt. "Die Gemeinschaft war immer ein großes Plus bei uns. Wir wollen als eine geschlossene Einheit auftreten", sagt der Coach und setzt weiter auf den Teamgeist.

Insgesamt wurden mit Tobias Dunker, Luis Alvarez, Jan Oostendorp, Chris Hessling, Kai Weikamp, Rouven Zeitz und Sebastian Busse sieben Spieler aus der zweiten Mannschaft nach oben gezogen. "Die Zusammenarbeit mit unserer Reserve und ihrem Trainer Andre Hessling soll forciert und verbessert werden", kündigt Markus Rambach an. Bislang haben die Kicker, die neu im Kader sind, bei ihrem Trainer in den Übungseinheiten einen positiven Eindruck hinterlassen. "Sie haben sich alle ordentlich präsentiert. Aber die Mannschaft muss gemeinsam wachsen", sagt der Lankerner Coach.

Für ihn sind der SV Rees, der SV Biemenhorst, die DJK Stenern und die DJK SF 97/30 Lowick Anwärter auf den Titel. Rambach möchte für die kommende Saison keinen konkreten Tabellenplatz als Zielvorgabe ausgeben. Dafür ist er realistisch genug, dass sein Team nach dem Umbruch erst einmal Zeit benötigen wird. Es wird in erster Linie darum gehen, den Klassenerhalt so früh wie möglich zu sichern. "Ich wünsche mir, dass wir nicht erneut den Saisonstart verpatzen und nicht in der restlichen Spielzeit der Musik hinterherlaufen müssen."

Der Kader: Torhüter: Sebastian Busse (GWL II), Klaus Schmeing, Henrik Mölleken; Abwehr: Benedikt Klump, Janek Joosten, Tobias Romahn, Maximilian Pols (eigene A-Jugend), Kai Weikamp, Tobias Dunker (beide GWL II); Mittelfeld Frank Loskamp, Bernd Manigk, Michael Hessling, Hendrik Bröker, Marco Lohkamp-Schmitz, Tobias Görkes, Daniel Bott, Pavitthiran Mahendran (eigene Jugend), Jan Oostendorp, Chris Hessling, Luis Alvarez (alle GWL II); Angriff Marc Schmitz, Matthias Bauhaus, Abbas El-Outa, Rouven Zeitz (GWL II).

(stgi)