Lokalsport: Gottschling verlässt den RSV Praest

Lokalsport : Gottschling verlässt den RSV Praest

Fußball: Der Routinier wird aus beruflichen Gründen ab sofort nicht mehr für den Bezirksligisten auflaufen. Auch Stefan Bock gehört nicht mehr dem Kader an. Maveric Hülsmann kehrt zurück. Morgen absolviert der RSV das erste Testspiel.

Die vergangenen Monate liefen für den Fußball-Bezirksligisten RSV Praest alles andere als optimal. Trainer Roland Kock bringt es auf den Punkt. "Wir sind mittendrin im Abstiegskampf", sagt der Übungsleiter angesichts von nur vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz, auf dem momentan die Zweitvertretung des 1. FC Bocholt steht. "Wir müssen jetzt auf jeden Fall besser aus den Startlöchern kommen und wollen uns so weit wie möglich von der Gefahrenzone fernhalten."

Schlechte Erinnerungen hat der Coach nämlich an den Saisonbeginn, als sein Team in den ersten acht Spielen nur sechs Punkte verbuchte. Da die beiden im Dezember angesetzten ersten beiden Begegnungen der Rückrunde dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen sind, haben die Schwarz-Gelben bislang die 17 Spiele der Hinserie bestritten, in denen 21 Zähler eingefahren wurden.

Die Partie beim SV Haldern soll bereits am Sonntag, 28. Januar, um 15 Uhr nachgeholt werden, das Spiel gegen SV Adler Osterfeld am Freitag, 9. Februar, um 19.30 Uhr. Erst danach endet die Winterpause im Meisterschaftsbetrieb offiziell - für den RSV mit dem Heimspiel am Sonntag, 18. Februar, um 15 Uhr gegen die Sportfreunde 1930 Königshardt. Da diese Partien nur auf Rasen ausgetragen werden können, ist das Risiko groß, dass es wieder zu Ausfällen kommt. Ein Umstand, der die Vorbereitung für Kock alles andere als erleichtert. Wieder im Training sind die Praester seit dem vergangenen Samstag. "Die Pause nach den Stadtmeisterschaften brauchten die Spieler auch", sagt der Coach, der das erste Vorbereitungsspiel mit seinem Kader am morgigen Freitag um 19.30 Uhr auf dem Kunstrasen des A-Ligisten SV Biemenhorst bestreiten wird.

Ein Manko, das die Schwarz-Gelben in der Rückrunde dringend verbessern sollten, ist die Defensivarbeit. In keinem einzigen Spiel blieben die Praester ohne Gegentreffer. Die Torhüter mussten bereits 42 Mal den Ball aus dem Netz holen. "Da muss einfach die ganze Mannschaft mehr mitmachen", sagt der RSV-Coach, der auf der anderen Seite immerhin 41 eigene Torerfolge bejubeln konnte.

Zehn Treffer davon gingen auf das Konto von Patrick Gottschling. Auf den 35-jährigen Routinier muss der RSV jedoch ab sofort verzichten. Der mehr als zehn Jahre in Praest aktive Allrounder, der in dieser Saison wieder offensiv agiert hatte, wird beruflich bedingt nicht mehr zur Verfügung stehen. "Das ist sicherlich ein großer Verlust. Patrick war immer ein Spieler, der den Unterschied ausmachen konnte", sagt Kock. "Unser Kader sollte aber stark genug sein, das aufzufangen." Zudem ist der Trainer optimistisch, mit seinem Team den Klassenerhalt schaffen zu können.

Ein weiterer Spieler, der Kock künftig nicht mehr zur Verfügung stehen wird, ist Stefan Bock. Die Wege des Vereins mit dem Defensivakteur haben sich inzwischen getrennt. Allerdings war Bock auch nie über den Status eines Ergänzungsspielers hinausgekommen. Dafür kann der RSV-Coach einen alten Bekannten am Offenberg begrüßen. Maveric Hülsmann (22) will nach seinem Wechsel zum VfB Rheingold und zuletzt einem halben Jahr beim SV Vrasselt wieder für die Schwarz-Gelben Tore schießen. In den kommenden Wochen ausfallen wird Keeper Dennis Döring, der an einer Leistenverletzung laboriert, so dass in den nächsten Partien entweder Daniel Vollmer oder Torwarttrainer Christoph Legeland zwischen den Pfosten stehen wird.

Zuletzt kürzertreten musste Michael Schulz - aus gesundheitlichen Gründen. Kock hofft, dass der 29-Jährige möglichst schnell wieder bei hundert Prozent ist. Zumindest schon wieder ins Lauftraining eingestiegen ist Fabian Meyer, der sich vor der Saison eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte. "Es freut mich, dass bisher alles gut verlaufen ist. Man muss aber abwarten, ob es zu Einsätzen in dieser Saison schon reichen wird."

Neben der Vorbereitung auf die Rückrunde laufen natürlich auch beim RSV Praest schon intensiv die Planungen für die neue Spielzeit. "Wir führen derzeit Gespräche in alle Richtungen. Es wird sicherlich Veränderungen geben, von denen einige auch in Kürze spruchreif sein werden", kündigt Kock an, der in der kommenden Saison bereits in sein 15. Jahr als Trainer beim RSV gehen wird.

(RP)
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