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Lokalsport: Gosens blickt auf starke Saison zurück

Lokalsport : Gosens blickt auf starke Saison zurück

Der Fußballer aus Elten hat mit Atalanta Bergamo die Saison in der Serie A auf dem siebten Platz beendet und damit die Qualifikation zur Europa-League erreicht. Einziger Wermutstropfen: Im letzten Spiel verletzt sich der 23-Jährige am Knie.

Im sozialen Netzwerk Instagram zeigte Robin Gosens gestern ein kurzes Video, das ihn mit seinen Eltern in einer Eisdiele zeigt. Anschließend folgten noch ein paar Sekunden aus dem Krankenhaus. Der Eltener hatte sich am Sonntag im letzten Saisonspiel in der ersten italienischen Fußballliga, der Serie A, in Cagliari am Meniskus verletzt und musste in der 27. Minute ausgewechselt werden. Gestern stand dann die Knie-Operation an.

Die Verletzung ist ein kleiner Wermutstropfen einer ansonsten tollen Premieren-Saison für den 23-Jährigen in der höchsten italienischen Spielklasse, die - trotz der 0:1-Niederlage in Cagliari - mit dem erneuten Einzug von Atalanta Bergamo auf die europäische Ebene endete. Das Team aus der Lombardei landete im Abschlusstableau auf dem siebten Platz, der zur Europa League-Qualifikation berechtigt. Robin Gosens hatte maßgeblichen Anteil am guten Abschneiden seiner Mannschaft. Von Saisonbeginn an hat der Neuzugang von Heracles Almelo immer wieder Spielzeiten im schwarz-blauen Trikot erhalten, ab Mitte März stand er dann sogar immer in der Startelf von Atalanta.

"Das war eine überragende erste Saison für mich. Ich hätte es mir nicht besser wünschen können. Ich denke, ich habe bewiesen, dass ich auf diesem Niveau absolut mithalten kann", sagt Gosens, der mit Bergamo im vergangenen Februar in der Europa-League gegen Borussia Dortmund ausgeschieden war. "Das war sicherlich sehr schade. Positiv war dagegen, dass wir anschließend nicht mehr so viele Spiele bestreiten mussten und in der Liga einfach frischer waren. Außerdem konnte das taktische Training noch einmal intensiviert werden. Je länger die Saison dauerte, desto besser wurden wir", sagt der 23-Jährige über den guten Lauf seines Teams in den vergangenen Wochen, das auch das Halbfinale im italienischen Pokal erreicht hatte. Aufgrund der Verletzung wird Gosens den Urlaub nun jedoch ein wenig anders gestalten müssen. "Eigentlich wollte ich nach Spanien. Das dürfte jetzt allerdings schwierig werden. Die nächste Zeit werde ich vor allem im Rehazentrum verbringen", sagt der Eltener, der aber froh ist, dass er das Aufbautraining zumindest in der Heimat erledigen kann - bei Patrick Prehn im Klever "Allround Sports".

Er hoffe, in vier bis sechs Wochen wieder fit zu sein, sagt Gosens, dessen Team am 1. Juli mit der Vorbereitung auf die neue Saison beginnen wird. Dann will der Eltener, der in der Lombardei noch einen Vertrag bis 2020 besitzt, die Grundlagen für eine zweite erfolgreiche Spielzeit in Bergamo legen und das Vertrauen, das sein Trainer Gian Piero Gasperini bisher in ihn gesetzt hat, weiter rechtfertigen.

Mit Nationalspieler Leonardo Spinazzola, der zu Juventus Turin wechselt, gibt es für Gosens künftig einen starken Konkurrenten weniger auf der linken Seite. Natürlich wird er in den nächsten Wochen auch die WM in Russland verfolgen. "Dass Italien nicht dabei ist, ist hier eine extrem bittere Pille für alle", sagt Gosens, der der deutschen Mannschaft durchaus zutraut, den Titel zu verteidigen. Es gebe nur ganz wenige Teams, die ein ähnliches Niveau hätten. Vor allem Frankreich bezeichnet Gosens als Hauptkonkurrenten für die DFB-Elf.

(RP)