Fußballkreis Rees-Bocholt: Vorsitzender Koch wiedergewählt.

Fußball : Peter Frymuth lobt den Fußballkreis

Fußball: Auf dem Kreistag wird Peter Koch (PSV Wesel) für weitere drei Jahre als Vorsitzender bestätigt.

Eines vorweg: Der Fußballkreis Rees-Bocholt befindet sich derzeit in ruhigem Fahrwasser. Das zumindest war der Eindruck, den der Kreistag, der am Dienstagabend in Hamminkeln-Ringenberg zusammen kam, vermittelte. 44 von 54 Vereinen des Kreises hatten ihre Delegierten entsandt, die in der wohl wesentlichsten Entscheidung sowohl Einmütigkeit als auch Kontinuität bewiesen.

Ersichtlich wurde dies bei der anstehenden Wahl. Mit lediglich einer Enthaltung und keiner Gegenstimme wählte die Versammlung ihren Kreisvorsitzenden Peter Koch vom PSV Wesel-Lackhausen und bestätigte ihn damit für drei weitere Jahre in seinem Amt. Koch, der seit knapp fünf Jahren dieses Amt bekleidet, dankte für die Wiederwahl und freute sich, den „schönsten Kreis des Fußballverbandes Niederrhein”, so Koch, auch weiterhin führen zu dürfen.

Dem wollte auch Peter Frymuth nicht widersprechen. Der Präsident des Fußballverbandes Niederrhein, der zudem Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes ist, verwies in seinem Grußwort darauf, dass in einem Verband mit rund 1200 Vereinen, über 9000 Mannschaften und 25.000 Mitgliedern die Probleme im strukturellen wie im ehrenamtlichen Bereich nicht anders sind als andernorts.

Der Kreis Rees-Bocholt allerdings hebe sich da wohltuend ab, weil die angesprochenen Problemfelder nicht so ausgeprägt seien. „Es geht darum, Mannschaften zu erhalten und neue zu schaffen”, so Frymuth. Und er hoffe, dass deutlich weniger Schiedsrichter die Pfeife wegen Fehlverhaltens von Zuschauern an den Nagel hängen mögen. „Jeder Vorfall”, betont der ehemalige Vorstandschef von Fortuna Düsseldorf, „ist ein Vorfall zu viel.”

Frymuth war nicht mit leeren Händen gekommen. Als Auszeichnung für Vereine des Kreises, die sich in den zentralen Problemfeldern „Ehrenamt” und „Schiedsrichterwesen” in der Vergangenheit besonders verdient gemacht hatten, gab es ein Netz voller Bälle – mal fünf, mal zehn. Der 1. FC Bocholt gehörte dazu, weil der Verein nicht nur alljährlich ein großes C-Jugend-Turnier mit Beteiligung diverser Bundesligisten organisiert, sondern weil dort ganz junge Unparteiische ihre ersten Einsätze pfeifen und den Ernstfall proben. „Diesmal”, so Frymuth, „sind es ein paar ausgewählte Vereine. Beim nächsten Kreistag hat sich möglicherweise jeder Verein hier diese Anerkennung verdient.”

Gute Nachrichten gab es auch für die Unparteiischen. Ab dem 1. Juli werden die Schiedsrichter von einer Erhöhung ihrer Spesensätze profitieren. So werden Referees, die ein Oberligaspiel im Männerbereich pfeifen, künftig neben den Reisekosten zusätzlich 65 Euro statt der bisherigen 50 Euro erhalten. Dieselbe Regelung gilt für Pokalspiele auf Verbandsebene. Für Landesligaspiele gibt es künftig zehn Euro mehr (40 statt bisher 30), für Bezirksliga-Begegnungen fünf (30 statt bisher 25) und auf Kreisebene erhalten Schiedsrichter demnächst 20 Euro (statt bisher 17).

Auch im Frauen- und Jugendbereich wurden die Sätze zum Teil um mehr als 30 Prozent angehoben. Eine Anpassung, die, laut Koch, „längst überfällig war”. Die letzte Spesenerhöhung im Schiedsrichterwesen datiert von 2012. Offensichtlich gab es nach sieben Jahren Stagnation Handlungsbedarf. „Zufriedene Schiedsrichter, zufriedene Vereine” – auf diese simple Formel brachte es FVN-Präsident Peter Frymuth.

Zufrieden waren zu guter Letzt auch diverse Ehrenamtliche, die nicht nur namentlich erwähnt wurden, sondern zudem Präsente für ihre besonderen Verdienste erhielten. So zum Beispiel Helmut Nelskamp (SV Biemenhorst), aus dem Kreis heraus gewählt für den Ehrenamtspreis, der Emmericher Ludwig Bayer für seine 15-jährige Mitarbeit im Kreisjugendausschuss und der 26-jährige Max Schroer, der Kreissieger wurde in der Kategorie „Fußballhelden – Aktion junges Ehrenamt”, für sein Engagement bei BV Borussia Bocholt.

Mehr von RP ONLINE