Fußball: VfB Rheingold will zurück in die Kreisliga A

Fußball : Der VfB Rheingold Emmerich setzt auf eine stabile Defensive

Die Mannschaft will nach dem missglückten Versuch in der zurückliegenden Saison diesmal zurück ins Kreisliga-Oberhaus. Mit Trainer Dennis Lindemann soll das Vorhaben umgesetzt werden.

Riesengroß war die Enttäuschung beim VfB Rheingold Emmerich, als am 9. Juni feststand, dass es nichts werden würde mit der sofortigen Rückkehr in die Kreisliga A. Die Emmericher hatten – als Voraussetzung für ein eigenes Aufstiegsspiel – auf eine erfolgreiche Bezirksliga-Relegation des SV Haldern hoffen müssen – letztendlich vergeblich. „Verbockt haben wir es aber selber“, weiß auch der 2. VfB-Vorsitzende Thorsten Thüß. Fünf Zähler betrug am Ende als Tabellenzweiter der Rückstand auf BW Wertherbruch.

„Das hat unsere Planungen natürlich nicht gerade vereinfacht“, gestaltete sich nach dem verpassten Saisonziel die Suche nach personellen Verstärkungen für Thorsten Thüß und Trainer Dennis Lindemann recht schwierig. Positiv allerdings: Fast der komplette Kader ist zusammen geblieben und will einen zweiten Anlauf zurück ins Kreisliga-Oberhaus unternehmen. „Das ist seit unserer Mannschaftsfahrt nach Mallorca klar, wo die Stimmung trotz des verpassten Aufstiegs gut war“, so Thüß.

Drei Akteure werden sich nach längeren Spielpausen dem VfB anschließen. Kevin Schmitt und Michel Terlinden hatten vor einigen Jahren das Trikot von Fortuna Elten getragen, Pascal Koch war zuletzt für TuRU Düsseldorf III aktiv. Quasi ein Neuzugang ist Sebastian Buhners. Nach zwei Kreuzbandrissen assistierte der 30-Jährige in der vergangenen Saison Dennis Lindemann als Co-Trainer. Nun ist Buhners wieder fit und will sich voll auf seine Aufgabe als Spieler konzentrieren. Das Amt des Co-Trainers übernimmt Roman ter Horst.

Ebenfalls neu angreifen will Ertug Cosgun. Sein schwerer Autounfall im Oktober war ein großer Schock. Zumindest hatte der Offensivspieler Glück im Unglück, so dass er inzwischen wieder gegen den Ball treten kann. Im Vollbesitz seiner sportlichen Kräfte ist der 29-Jährige immer eine wertvolle Verstärkung.

Aus der eigenen A-Jugend haben Henry Smeenk und Kamil Mzyk eine Seniorenerklärung erhalten. Gerade Smeenk zeigte in der Vorbereitung schon gute Ansätze. Mzyk ist eine Alternative für die Torwartposition. Nicht mehr zum Kader gehören Steffen Wiedersporn, der zur DJK Hüthum-Borghees gewechselt ist, Benedikt Langer (Pause) und Frederik Miß (eigene Reserve). Außerdem steht Andreas Mansfeld maximal noch für Notfälle zur Verfügung.

Nachdem die Rheingolder in der vergangenen Saison in der B-Liga-Gruppe 1 gekickt haben, sind sie nun in die Gruppe 2 gewechselt. „Das ist für uns aufgrund der Derbys einfach deutlich attraktiver“, sagt Lindemann. Einfacher werde es aber sicherlich nicht. „Ich halte die Gruppe vor allem für recht ausgeglichen“.

Vor allem die Defensive muss sich in der nächsten Saison signifikant steigern, wenn am Ende der Aufstieg stehen soll. In der vergangenen Spielzeit mussten der VfB satte 48 Gegentore in 30 Spielen hinnehmen. So könnte eine Maßnahme sein, dass Allrounder Alexander Lohmann, der in der vergangenen Saison 30 Treffer erzielt hat, die Abwehr verstärkt und als zentraler Akteur der Dreierkette aufläuft. Daneben könnte Sebastian Buhners für weitere Stabilität sorgen. „Ich gewinne lieber mit 1:0 als mit 5:4“, unterstreicht der VfB-Coach, dass er sein Team künftig deutlich ergebnisorientierter agieren lassen will – getreu der Devise: die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften.