Fußball: SV Haldern und VfR Mehrhoog im Kreisliga-A-Duell

Fußball : Bekannte treffen in Rees aufeinander

In der Kreisliga A muss der SV Rees am Samstag bei der DJK Barlo ran. Am heutigen Freitag spielt Fortuna Millingen beim SV Krechting. Der SV Haldern erwartet den VfR Mehrhoog. Westfalia Anholt empfängt Wertherbruch.

Bereits am heutigen Freitag um 19.30 Uhr muss Fortuna Millingen beim SV Krechting (9.) antreten. Die Gäste erwarten mit dem Bezirksliga-Absteiger einen ähnlichen Gegner wie bei der 0:2-Niederlage gegen den SV Bislich. Dort musste der Tabellenzweite einem frühen Rückstand hinterherrennen und schaffte es nicht, diesen noch zu drehen. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir gegen so ein Team zu Null spielen müssen. Wir wissen selbst, dass wir fußballerisch nicht zu den stärksten Mannschaften gehören und es ziemlich schwierig ist, nach einem Rückstand das Spiel noch zu drehen“, meint Fortuna-Trainer Rolf Sent.

Aller Voraussicht nach kann der erfahrene Linienchef in Krechting auf Torjäger Alexander Siepen und seinen spielenden Co-Trainer Peter Lörcks zurückgreifen. „Wir sind personell wieder besser besetzt als zuletzt. Deshalb fahren wir auch mit dem Ziel dahin, mindestens einen Punk mitzunehmen“, sagt der Coach.

Ebenfalls vorverlegt wurde die Partie des SV Rees gegen die DJK Barlo. Sie beginnt am Samstag um 14.30 Uhr. Ein besonderes Spiel wird es für den Reeser Trainer Maik Nieuwenhuis, der bei der DJK vier Jahre lang erfolgreich arbeitete. „Natürlich freue ich mich auf das Spiel gegen Barlo. Ich war dort lange tätig und treffe viele Bekannte wieder. Nichtsdestotrotz wollen wir die drei Punkte in Rees behalten, um uns weiter von den Abstiegsplätzen zu entfernen. Da muss die Freundschaft während der 90 Minuten ruhen“, so Nieuwenhuis.

Der Reeser Trainer hofft auf eine ähnliche Leistung wie am vergangenen Wochenende, als die Grün-Weißen beim VfR Mehrhoog mit 6:0 siegten. Gegen seinen Ex-Verein erwartet Nieuwenhuis aber auch ein Spiel auf Augenhöhe. Er muss auf Tim Kliemann verzichten. Zudem steht hinter Torwart Alex Miller ein Fragezeichen.

Ein „super schwieriges Spiel“ erwartet der Trainer des SV Haldern, Christian Böing, wenn seine Mannschaft (8. Platz/22 Punkte) am Sonntag auf den Tabellenvorletzten VfR Mehrhoog trifft. Der Aufsteiger kassierte zuletzt zwei herbe Pleiten, weshalb Halderns Trainer davon ausgeht, dass der Nachbar sehr defensiv im Lindenstadion zu Werke gehen wird: „Ich gehe davon aus, dass die Mehrhooger mit zwei Fünferketten ihr eigenes Tor verteidigen werden und ihr Heil in Kontersituationen suchen werden. Daher müssen wir uns jetzt schon darauf einstellen, dass wir geduldig spielen müssen“.

Beim Gegner aus Mehrhoog stehen auch zwei ehemalige Halderner im Kader, zum einen Miguel Sperling, der vor der letzten Saison gewechselt ist und zum anderen Benedikt Kosel, der seine ganze fußballerische Laufbahn im Lindendorf verbracht hatte, bevor er zu dieser Saison eine neue Herausforderung suchte. Während Sperling derzeit verletzungsbedingt längerfristig ausfällt, hofft Kosel, dessen Bruder Andreas als Co-Trainer bei den Rot-Weißen aktiv ist, auf einen Einsatz gegen seinen ehemaligen Verein: „Natürlich ist es etwas Besonderes, gegen seinen Jugendverein zu spielen. Zudem möchte ich beweisen, dass ich vielleicht auch noch ein Spieler für die erste Mannschaft gewesen wäre.“ Auf der anderen Seite stehen in den Reihen der Lindendörfler mit Christopher Kipp und Tobias Lasthuis zwei Leistungsträger, die lange das Mehrhooger Trikot getragen haben.

Mit der Überraschungsmannschaft der Kreisliga A, BW Wertherbruch, bekommt es Westfalia Anholt (6. Platz/24 Punkte) zu tun. Die Gäste sorgten am Vorsonntag für Aufsehen, als sie den TuB Mussum mit 3:1 besiegten. „Es ist schon überraschend, dass Wertherbruch so weit oben steht, aber sie machen ihre Sache sehr gut bisher. Sie stehen defensiv sehr kompakt und schalten schnell nach vorne um. Zudem sind sie bei Standardsituationen brandgefährlich“, weiß Westfalia-Coach Thomas Driever.

Um das Abwehrbollwerk zu durchbrechen, fordert Driever eine konsequentere Chancenauswertung: „Wir müssen die Ruhe bewahren und den Ball schnell laufen lassen. Dann müssen wir unsere Möglichkeit besser verwerten, was zuletzt wieder häufig unser Manko war“, erklärt Driever und warnt: „Wichtig ist, dass wir nicht in Rückstand geraten. Denn dann werden sie Beton anrühren und sind nur sehr schwer zu überwinden.“ Neben den Langzeitverletzten muss er auf die gesperrten Tobias Heßeling, der nach einem groben Foulspiel im Derby gegen den SV Haldern für vier Spiele gesperrt worden ist sowie auf Mike Schirrmacher verzichten.

Außerdem sind die Einsätze von Felix Schirrmacher und Arno Messing fraglich. „Besonders die lange Sperre für Tobi tut enorm weh, da er zuletzt in einer herausragenden Form war“, bedauert Driever den Ausfall seines Mittelfeldspielers.

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