Fußball : Sorgen vor dem Start bei GW Lankern

Beim A-Ligisten hält sich die Vorfreude auf die Saison noch in äußerst überschaubaren Grenzen. Denn die Vorbereitung verläuft holprig. Zwei Leistungsträger sind verletzt. Und zwei wichtige Spieler haben den Verein verlassen.

Während andernorts die Vorfreude auf die neue Spielzeit groß ist, hält sich GW Lankern diesbezüglich dezent zurück. Denn beim Fußball-A-Ligisten gibt es einfach zu viele Fragezeichen. Wenige Tage vor dem Saisonstart beim 1. FC Bocholt II am Sonntag um 15.30 Uhr plagen Markus Rambach große Sorgen hinsichtlich der Form seiner Mannschaft. „Wir sind längst nicht im Plan”, sagt der 45-jährige Coach. „Die Ungewissheit ist groß, wir müssen unsere Idealbesetzung erst noch finden.”

Dass die gesamte Vorbereitung bislang eher holprig verlief und Erfolgserlebnisse Mangelware blieben, hängt zum einen damit zusammen, dass zahlreiche Spieler die Ferienzeit nutzten und Urlaub machten. Zum anderen fehlten zwei wichtige Stützen des Teams verletzungsbedingt, weshalb Rambach immer wieder Akteure aus der zweiten Mannschaft um Aushilfe bitten musste. Im Falle des am Kreuzband verletzten Marco Lohkamp-Schmitz ist ein Ende der Leidenszeit nicht absehbar. Besonders schwer aber wiegt der Ausfall von Benedikt Klump. Der Kapitän und Abwehrchef zog sich beim Trainingsauftakt einen Bänderriss zu. „Das tut besonders weh”, sagt der Coach.

Zumal unter den Abgängen zwei Spieler sind, die nur schwer zu ersetzen sein werden. Zum einen wechselte Patrick Moschner zur DJK Stenern. Zum anderen wird Hendrik Bröker, nach 16 Jahren im Verein so etwas wie die große Identifikationsfigur, nicht mehr im Trikot der Grün-Weißen auflaufen. „Hendrik wollte unbedingt noch einmal eine neue Herausforderung annehmen und spielt künftig für den A-Ligisten TuB Mussum”, sagt Rambach.

Kompensieren wollen die Verantwortlichen diese Verluste mit gleich vier externen Zugängen und zwei Spielern aus der eigenen A-Jugend. Mohamed Abdallah und Veli Mert Alici kamen vom SC 26 Bocholt II, Dominik Peters vom A-Liga-Absteiger HSC Berg und Nico Jansen vom SV Bislich II. Keeper Niclas Koopmann stammt ebenso aus dem GWL-Nachwuchs wie Hendrik Pols. Beide sind gerade erst 18 Jahre alt geworden. Vor allem Pols gilt als großes Stürmertalent. „Er zeigt unglaublich viele gute Ansätze”, sagt Rambach, „aber er soll sich bei uns in aller Ruhe entwickeln und sporadisch seine Einsatzzeiten bekommen.”

Dass in der Summe am Ende der Vorbereitungszeit die Erwartungen beim Coach und seinen Mitstreitern nicht gewaltig sind, liegt natürlich am gegenwärtigen „Ausnahmezustand”, so der Übungsleiter. „Für uns ist es wichtig, dass wir möglichst rasch einen guten Fitnesszustand erreichen.” Insofern ist das ausgegebene Saisonziel keineswegs eine Form von Understatement, sondern vielmehr eine realistische Einschätzung der aktuellen Situation. „Wir wollen den Klassenverbleib schaffen und bitte nicht so zittern müssen wie in der vorletzten Saison”, sagt Markus Rambach. „Aber das wird ein ganz hartes Stück Arbeit.”