Robin Gosens spricht über sein WM-Aus „Für mich ist ein Lebenstraum geplatzt“

Emmerich · Der Profi aus Emmerich-Elten reagiert einen Tag nach der Bekanntgabe, dass er nicht zum DFB-Kader für die Weltmeisterschaft in Katar gehört, mit Enttäuschung. Was er zu seinem WM-Aus sagt und wie es mit ihm bei Inter Mailand weitergehen könnte.

 Robin Gosens wird bei der WM nicht im Trikot der deutschen Nationalmannschaft auflaufen. Bundestrainer Hansi Flick hat seine Entscheidung am Donnerstag bekanntgegeben.

Robin Gosens wird bei der WM nicht im Trikot der deutschen Nationalmannschaft auflaufen. Bundestrainer Hansi Flick hat seine Entscheidung am Donnerstag bekanntgegeben.

Foto: dpa/Nick Potts

Der Fußball-Nationalspieler Robin Gosens macht keinen Hehl aus seinen Gefühlen. „Mir ging es schon mal besser“, sagt der Eltener. Am Donnerstag war der Spieler von Inter Mailand damit konfrontiert worden, dass Bundestrainer Hansi Flick nicht mit ihm bei der Weltmeisterschaft in Katar plant. Robin Gosens gehört nicht dem 26-köpfigen Kader an. „Natürlich kann ich die Beweggründe von Hansi Flick nachvollziehen. Trotzdem habe ich natürlich auf die Teilnahme gehofft. Ich war so nah dran. Ein Lebenstraum ist damit für mich geplatzt, das tut schon weh“, sagt der 28-Jährige.

Hansi Flick begründete seine Entscheidung damit, dass Robin Gosens bei Inter Mailand zu wenig Spielpraxis habe. In der Tat hat es der torgefährliche Außenbahnspieler nach seinem Wechsel von Atalanta Bergamo zu Inter Mailand nicht geschafft, sich bei dem Traditionsverein einen Stammplatz zu erkämpfen. Eine hartnäckige Verletzung sowie starke Konkurrenz waren ausschlaggebend dafür, dass Robin Gosens nur ganz selten von Anfang an auf dem Platz stand. Der Umstand, dass er nicht in Katar dabei ist, wird ihn aber nicht davon abhalten, die deutsche Mannschaft zu unterstützen. „Ich kenne die Jungs und bin mit vielen befreundet. Da werde ich natürlich ganz fest die Daumen drücken“, sagt Robin Gosens.

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Er hat am Sonntag noch ein Punktspiel in der italienischen Serie A vor der Brust. Es geht zu seinem alten Klub Atalanta Bergamo. Danach stehen zwei Wochen Urlaub an, ehe es für den Inter-Tross ins Trainingslager auf die Insel Malta geht. Denn schon am 4. Januar geht es im italienischen Ligabetrieb weiter. Und der Auftakt hat es in sich: Erwartet wird der Spitzenreiter AC Neapel.

Spekuliert wird in den Medien darüber, ob Robin Gosens dann noch im Kader von Inter stehen wird, schließlich ist am 1. Januar das Transferfenster wieder geöffnet und ein Wechsel zu einem anderen Verein wäre möglich. So soll es einige hochkarätige Teams geben, die Robin Gosens verpflichten möchten. „Sicher will ich irgendwann mal in der Bundesliga spielen. Aber mein Ziel ist es, mich bei Inter durchzusetzen“, sagt Gosens. „Ich habe das Gefühl, dass ich noch nicht angekommen bin. Beim täglichen Training sehe ich, dass ich das Niveau habe, um bei einem Top-Klub wie Inter den Durchbruch zu schaffen“, sagt Gosens gewohnt kämpferisch.

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