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Fußball-Bezirksliga: SVV-Trainer ärgert sich über entscheidende Fehler.

Fußball : SV Vrasselt verpasst einen Dreier

Bezirksliga: Gegen den Mülheimer FC zeigt die Elf um Trainer Sascha Brouwer einen schwachen Auftritt. Beim 2:2 treffen Jens Wunder und Niklas König für die Heimmannschaft. Am Donnerstag geht es im Pokal gegen den PSV Wesel.

In der Nachspielzeit hätte sich die Brouwer-Elf ihren mäßigen Auftritt in der Bezirksligapartie gegen den Mülheimer FC beinahe noch mit dem Lucky Punch vergolden können. Die Vrasselter Offensive marschierte nach einem Konter auf das gegnerische Tor zu, verpasste allerdings den richtigen Moment zum Torabschluss und musste sich beim 2:2-Unentschieden mit einem Zähler begnügen.

„Insgesamt war das fußballerisch heute überhaupt nicht gut, die letzten drei Spiele waren auf jeden Fall viel besser. Es haben wieder alle alles reingeschmissen, nur ein Dreier wäre ganz schön gewesen wenn man dann so nah dran ist“, sah Brouwer bei dem Auftritt seiner Elf noch deutlich Luft nach oben.

Mit der ersten Aktion nach wenigen Sekunden wäre den Blau-Weißen beinahe die Führung gelungen. Nach einer scharfen Ecke von Murat Dogu landete der Kopfball von Florian Wirtz aber knapp neben dem Tor. Die gefährliche Offensivabteilung der Gäste war in der ersten Hälfte in der gutsortierten Abwehrkette der Hausherren bestens aufgehoben.

Nach einer halben Stunde musste der Vrasselter Linienchef verletzungsbedingt gleich doppelt wechseln. Für Lennard Derksen rückte Erdal Taskiran in die Innenverteidigung, für Marco Buscher, der bei zwei Schüssen (11./13.) zuvor knapp gescheitert war, kam Niklas König in die Partie.

Die Mülheimer nutzten die kurzzeitige Unordnung in der Vrasselter Defensive zur 1:0-Führung. Nach einer sehenswerten Kombination stand Belmin Selmanovic frei vor dem Gehäuse und schob das Spielgerät flach ins linke Eck. Im Gegenzug hätte Florian Wirtz beinahe den unmittelbaren Ausgleich erzielt, sein Kopfball landete aber über dem Tor.

In der 39. Minute hatte die Brouwer-Elf dann mehr Glück. Eine Ecke von Dogu brachte Rainer Offergeld am zweiten Pfosten wieder vor das Tor und damit vor die Füße von Marko Cvetkovikj. Den Schuss des Stürmers drückte dann Jens Wunder aus kurzer Distanz über die Linie zum 1:1-Ausgleich. „Das war insgesamt fußballerisch eines unserer schlechtesten Spiele und trotzdem haben wir das Match immer offen gehalten“, sah Brouwer ein Spiel auf Augenhöhe.

Im zweiten Durchgang hatten die Gäste jetzt mehr Spielanteile, die Vrasselter operierten, wie schon im ersten Durchgang, meist mit langen Bällen. Ein langer Ball von Torhüter Luca Pollmann fand in der 71. dann auch den richtigen Abnehmer. Niklas König war auf der linken Seite gestartet, wurde zwar weit nach außen gedrängt, schob den Ball aber aus spitzem Winkel am Torwart vorbei ins lange Eck.

Die Freude auf Vrasselter Seite währte aber nur kurz. Keine vier Minuten später konnte Vrasselt den Ball nicht entscheidend klären, Wilson Gaspar kam im Sechzehner an den Ball und ließ Pollmann bei seinem 2:2 Ausgleichstreffer keine Abwehrchance. „Wir machen dann immer diese entscheidenden Fehler anstatt den Ball in manchen Situationen klar rauszuhauen“, ärgerte sich Brouwer über die Situationen vor den Gegentreffern. „Das ist natürlich traurig, denn du kannst das Spiel 1:0 gewinnen, auch wenn es glücklich gewesen wäre“, hätte Brouwer die Chance auf einen Dreier im Abstiegskampf gerne genutzt. Durch den einen Zähler verbesserte sich der SVV auf den zwölften Tabellenplatz.

Sorgen bereitet dem Vrasselter Übungsleiter das erneute Verletzungspech mit Blick auf den kommenden Donnerstag. Dann ist Landesligist PSV Wesel zum Pokalspiel, Anpfiff 19.30 Uhr, zu Gast.