Fußball-Bezirksliga: Schulz-Treffer war gegen den Hamminkelner SV zu wenig.

Fußball : RSV Praest hadert mit einer Abseitsentscheidung

Bezirksliga: Die Praester Elf agiert zu wenig zwingend und verliert beim Hamminkelner SV mit 1:2-Toren.

In der Nachspielzeit drückte der RSV Praest in der Bezirksliga-Partie beim Hamminkelner SV auf den Ausgleich und erkämpfte sich eine finale Ecke. Doch noch vor der Ausführung pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Sehr zum Ärger der Gäste, die auch schon zuvor einige Male mit dem Unparteiischen gehadert hatten. Insbesondere in der 74. Minute, als der eingewechselte Maveric Hülsmann nach einem Pass von Marius Storm den vermeintlichen Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte hatte, der Referee das Tor aber fälschlicherweise nicht gab.

So fiel der Praester Treffer erst in der 90. Minute durch Michael Schulz - zu spät für die Gäste, die letztendlich mit leeren Händen die Heimreise antreten mussten. Allerdings war die Pleite auch nicht unverdient, denn erneut agierten die Schwarz-Gelben während der 90 Minuten viel zu selten mal richtig zwingend. Besser machten es die Hausherren in der elften Minute, als sie im vierten Versuch durch Tom Wirtz das 1:0 erzielen konnten, nachdem sich RSV-Keeper Dennis Döring und seine Abwehrkollegen zuvor dreimal in den Ball geworfen hatten - doch immer wieder landete das Leder bei einem Hamminkelner. Allerdings monierte RSV-Coach Roland Kock in der Entstehung eine Abseitsposition der Gastgeber.

Wirtz hatte dann auch die Chance zum 2:0, doch sein Kopfball ging am Gehäuse vorbei (19.). Nach 40 Minuten musste der RSV das erste Mal wechseln, Sezgin Baran hatte einen Tritt in die Kniekehle bekommen und musste angeschlagen raus. Da die Aktion im Strafraum passierte, wäre ein Strafstoß keine Fehlentscheidung gewesen. Absolut sehenswert war dann das Hamminkelner 2:0 kurz vor der Pause, als Tom Wirtz einen Freistoß aus 23 Metern unhaltbar im linken oberen Winkel versenkte.

„Wir haben den Kampf überhaupt nicht angenommen“, konnte Kock mit der ersten Hälfte seiner Elf überhaupt nicht zufrieden sein. Deutlich bemühter kamen die Schwarz-Gelben aus der Kabine, da sich die Hamminkelner nun aber hauptsächlich auf das Verwalten ihres Vorsprungs konzentrierten und weiterhin die Räume eng machten, sahen die Zuschauer weiterhin ein recht zähes Spiel. Bei einem weiteren Freistoß von Wirtz parierte Döring stark (66.).

In der 74. Minute folgte die umstrittene Abseitsentscheidung des Unparteiischen. Dennoch mühten sich die Praester weiter. Nach einer Ecke war dann Michael Schulz zur Stelle und schoss aus zehn Metern zum 1:2 ein. Doch der Treffer sollte letztendlich nur noch Ergebniskosmetik sein. Die Hausherren verbesserten sich durch den Dreier auf den zweiten Platz. „Das nenne ich jetzt wirklich einen gelungenen Start“, frohlockte der Hamminkelner Trainer Michael Tyrann, dessen Team aktuell nur zwei Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Viktoria Buchholz aufweist. Die Praester haben als Tabellenzehnter nun wieder ein ausgeglichenes Konto mit jeweils drei Siegen und Niederlagen sowie zwei Unentschieden.

RSV Praest: Döring - Wolff, Örge (70. Hülsmann), D. Stein, Schulz, Müller, Ju. Ising (86. Reichelt), Storm, Baran (40. Wolters), Groes (86. Jo. Ising).