Fußball-Bezirksliga: RSV Praest mit 1:1 gegen Viktoria Goch

Fußball : RSV Praest spielt trotz langer Überzahl nur 1:1

Fast 70 Minuten lang hat der Bezirksligist gegen Viktoria Goch einen Spieler mehr auf dem Feld. Doch weil die Mannschaft zu pomadig agiert und fahrlässig mit ihren Chancen umgeht, reicht es nur zu einem Unentschieden.

70 Minuten war der RSV Praest gestern in Überzahl. Am Ende musste sich der Gastgeber aber mit einem 1:1 (1:0) gegen Viktoria Goch begnügen. Schon nach 21 Minuten zeigte der Schiedsrichter in der Fußball-Bezirksligapartie die Rote Karte gegen den Gocher Marius Alt. Bei einem Freistoß der Viktoria schlug der Gäste-Akteur an der Strafraumgrenze Marvin Schwarz und der Unparteiische wertete dies als Tätlichkeit.

Nachdem die Gocher schon vor der Hinausstellung das aktivere Team waren, merkte man auch in der Folge eigentlich nie, dass die linksrheinische Mannschaft einen Spieler weniger auf dem Platz hatte. Die Praester Führung vier Minuten vor der Pause war dann auch eher dem Zufall geschuldet. Ein Freistoß von Sezgin Baran landete erst in der Mauer des Gegners und dann im Strafraum vor den Füßen von Marvin Müller, der zum 1:0 verwandelte.

Eine heikle Szene gab es dann noch kurz vor dem Wechsel, als der Viktoria-Keeper einen Kopfball von Dennis Thyssen aus kurzer Distanz parierte, der Ball aber wohl hinter der Linie war. „Das konnte der Schiedsrichter aber schwer sehen“, sagte RSV-Trainer Roland Kock, der dem Referee in dieser Szene überhaupt keinen Vorwurf machte.

Einen Vorwurf konnte der Coach aber sehr wohl seiner Mannschaft machen, die auch nach der Pause viel zu pomadig agierte. Die Gocher drängten trotz numerischer Unterzahl auf den Ausgleich und vergaben mehrere Möglichkeiten. Auch dass sich fast alle Abwehrspieler des RSV die gelbe Karte einhandelten, waren ein Indiz für die intensiven Offensivbemühungen der Gäste, die dann auch in der 77. Minute zum Erfolg führten, als Tim Janz mit einem Distanzschuss aus knapp 20 Metern zum 1:1 traf.

Vorher hatte Sezgin Baran allerdings zweimal die große Chance, den zweiten Treffer für den RSV Praest zu erzielen und damit für die Entscheidung zu sorgen. Beide Male scheiterte er jedoch am gegnerischen Keeper in Eins-gegen-Eins-Situationen (73., 75.). Zunächst kam der Praester Stürmer nach einem Fehler in der Gocher Defensive plötzlich an den Ball, der Gocher Torhüter lenkte den Ball aber an den Pfosten. Anschließend wurde Baran von Michael Schulz in Szene gesetzt, fand aber wieder in Jacobus ten Barge seinen Meister. „Normalerweise macht er diese Tore“, sagte Kock, der sich in der 83. Minute noch ein weiteres Mal ärgern durfte. Nach einem Foul an Dennis Thyssen im Strafraum hätte es einen Elfmeter geben können. Doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm.

Erst jetzt machte der Gastgeber noch einmal richtig Druck. Doch mehr als eine weitere Chance von Sezgin Baran, der nach einem langen Ball von Fabian Meyer recht deutlich verzog, sprang nicht heraus (89.). „Wir haben einfach zu wenig getan und sind dann auch zu Recht bestraft worden“, so Roland Kock, der am Ende eingestehen musste, dass seine Elf den Sieg nicht verdient hatte.

RSV Praest: Döring – Meyer, Schwarz, Dag, Wilde, Wolff (81. Wolters), Stein, Schulz, Müller (84. Heiliger), Thyssen, Baran.

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