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Fußball: Freudentänze im Volksbank-Stadion

Fußball : Freudentänze im Volksbank-Stadion

TSV Wachtendonk-Wankum machte mit einem verdienten 2:0-Erfolg beim RSV Praest den Klassenerhalt in der Landesliga perfekt.

Jubelnde und tanzende Kicker im Volksbank-Stadion. Aber leider waren es nicht die Fußballer des heimischen RSV Praest, die gestern Freudentänze aufführten. Nein, der TSV Wachtendonk-Wankum, der ebenfalls in Abstiegsgefahr schwebte, ließ seiner Freude freien Lauf. Nach dem 2:0 (2:0)-Sieg im Duell der Neulinge darf der Gast auch in der kommenden Saison in der Landesliga um Punkte spielen.

Eine Partie darf der Verlierer noch in der sechsthöchsten Liga bestreiten — am kommenden Samstag endet das Abenteuer Landesliga bei Viktoria Goch — danach ist wieder Bezirksliga-Alltag angesagt. "Ich hätte mir natürlich einen besseren Abschied vorstellen können. Doch irgendwie war bei uns heute schon vorzeitig die Luft raus", kommentierte Roland Kock, Trainer des RSV Praest, die letzte Heimvorstellung der Saison.

Es war anfangs eine recht gefällige Partie, die sich auf dem Praester Platz entwickelte. Allerdings fanden die Hausherren gegen die gut stehende Defensive der Gäste kein Mittel. Lange Bälle auf Sezgin Baran und Michel Schicht waren kein probates Mittel, um gegen den TSV zu Torerfolgen zu kommen. Hinzu kam, dass die beiden Angreifer unzählige Male ins Abseits liefen. Besser machte es der Gast, der in der neunten Minute zum ersten Treffer kam. Nach einem Eckball stieg Marc Linssen hoch und köpfte das Spielgerät schulbuchmäßig ein. Chancen des RSV blieben äußerst rar, da die Praester Angreifer während der gesamten 90 Minuten wirkungslos blieben. Aber auch das Mittelfeld blieb blass, lediglich Justin Ising konnte einige Akzente setzen.

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In der 44. Minute profitierte der Gast von der linken Rheinseite von einem Lapsus von Torsten Bongers. Den folgenden Konter schloss der TSV gekonnt zum 2:0 ab. Auch in Durchgang zwei änderte sich nicht viel am Geschehen. In der 50. Minute wurde aber deutlich, dass Ising an seinem Kopfballspiel arbeiten muss. Nach einer mustergültigen Flanke von Juri Wolff vergab er aus bester Position. Die größte Möglichkeit, das Ergebnis etwas besser zu gestalten, ließ Wolff ungenutzt. Nach einem Foul an Patrick Gottschling zeigte der Unparteiische auf den Elfmeterpunkt. Wolff trat an und scheiterte am gut reagierenden Schlussmann (78.). Aber der Keeper konnte das Leder nicht festhalten, so dass Wolff ein zweites Angebot bekam — doch diesmal schoss er den Ball weit übers Tor.

Mehr Offensivaktionen gab es während der gesamten 90 Minuten vom RSV Praest nicht zu sehen. Trotzdem hinterließen in der Begegnung drei Kicker einen guten Eindruck. Justin Ising kämpfte unermüdlich. Sebastian Kaul versuchte speziell in der Schlussphase, das Praester Spiel zu forcieren. Und auch Juri Wolf, der zwar den Elfmeter verschoss, stellte in der gestrigen Begegnung unter Beweis, dass er durchaus das Zeug für die Landesliga mitbringt.

(RP)