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Fußball: Fortunas letzte Chance

Fußball : Fortunas letzte Chance

Fußball-A-Ligist Fortuna Millingen hat das rettende Ufer noch nicht aus den Augen verloren. Allerdings müssen heute gegen Schlusslicht BW Dingden II und am Sonntag bei der DJK 97 Bocholt Siege her.

Nichts Neues an der Bruchstraße. Fußball-A-Ligist Fortuna Millingen steht inzwischen schon seit Monaten auf einem Abstiegsplatz. Dennoch hat die Mannschaft um Trainer Holger Gerards den Kontakt zum rettenden Ufer nie ganz abreißen lassen. Und so winkt den Kickern in den nächsten vier Tagen tatsächlich noch einmal die große – und gleichzeitig letzte – Chance, einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Heute ein Sieg im Nachholspiel gegen Schlusslicht Blau-Weiß Dingden II (Anpfiff 19.30 Uhr). Und dann am Sonntag ein weiterer Dreier beim Viertletzten DJK 97 Bocholt – und plötzlich sähe die Welt wieder ganz anders aus.

"Nach den beiden unglücklichen Heimniederlagen gegen Spitzenreiter SC 26 Bocholt und den VfR Mehrhoog war die Stimmung zwischenzeitlich etwas geknickt. Doch die Mannschaft weiß ganz genau, dass sie ihr Ziel noch erreichen kann. Allerdings müssen jetzt Punkte her", sagt Gerards vor dem heutigen Auftritt gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten. Die Dingdener Reserve hatte am vergangenen Samstag mit 0:6 beim Aufstiegsaspiranten TuS Drevenack das Nachsehen – eine Schlappe, die den Abstieg in die Kreisliga B besiegelt haben dürfte.

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"Das wird kein Selbstläufer"

Dennoch warnt der Millinger Coach davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen: "Wir werden auf eine kampfstarke Mannschaft treffen, die sich noch nicht mit dem Abstieg abgefunden hat. Dieses Spiel wird für uns garantiert kein Selbstläufer." In den beiden entscheidenden Duellen im Abstiegskampf muss die Fortuna erneut einige Leistungsträger ersetzen – ein Problem, das sich wie ein roter Faden durch die komplette Saison zieht. Für Stephan Tenberge dürfte die laufende Spielzeit vorzeitig beendet sein – der Routinier muss sich wegen eines Bandscheiben-Vorfalls behandeln lassen. Außerdem fällt Youngster Tom van Alst (verletzt) definitiv aus.

Der Hoffnungsträger heißt Sebastian van Ackeren: Der Kapitän hat das Training wieder aufgenommen und soll heute Abend von Beginn an zum Einsatz kommen. Wahrscheinlich wird auch Jan-Peter Eyting, der zuletzt im defensiven Mittelfeld überzeugende Leistungen geliefert hatte, trotz einer Blessur am Sprunggelenk auf die Zähne beißen.

Dem Dingdener Trainer Dennis Ruff bleibt bei einem Rückstand von neun Punkten zum rettenden Ufer nichts anderes übrig, als Durchhalteparolen zu verkünden: "Wir müssen gewinnen, wenn wir uns ein wenig Hoffnung bewahren wollen."

(RP)