Fußball: Fortuna Millingen rutscht auf Platz drei ab

Fußball: Fortuna Millingen rutscht auf Platz drei ab

Kreisliga A: Morgen gibt es das Derby zwischen dem SV Rees und der Elf von Rolf Sent. Der SV Haldern erwartet den Ersten.

Fortuna Millingen hat sein Nachholspiel gegen den SV Spellen verloren. Die Mannschaft von Trainer Rolf Sent unterlag dem direkten Verfolger mit 1:2 (0:0) und muss den Gästen den zweiten Tabellenplatz in der Kreisliga A vorerst überlassen. Dabei kamen die Hausherren besser ins Spiel und hatten in der ersten Halbzeit auch mehr Spielanteile, doch die einzig nennenswerte Torchance vergab Tom van Alst in der 40. Minute, als er eine Direktabnahme aus gut elf Metern weit über das Gehäuse setzte.

Nach dem Seitenwechsel wurde es dann hektischer und vor allem ruppiger. Nach einem Foulspiel an Tino Giesen gab Schiedsrichter Michael Burian zu Recht Elfmeter für die Fortuna. Torjäger Alexander Siepen schnappte sich den Ball und verwandelte zum 1:0 (55.)

Doch nach dem Führungstreffer wendete sich das Blatt und plötzlich beherrschten die Gäste aus Spellen das Spiel. Und nur sechs Minuten nach dem 0:1 gelang auch prompt der Ausgleich. Nach einem Handspiel von Bo Drews gab es einen Freistoß vom linken Sechzehnereck. Joshua Brauer brachte den Ball eigentlich recht ungefährlich flach auf das Millinger Tor, doch Schlussmann Leon Gerling ließ die Kugel durch die Hände flutschen. Danach neutralisierte sich das Spiel, ehe die Spellener erneut einen Freistoß zugesprochen bekamen. Brauer versuchte es aus gut 25 Metern erneut direkt und wieder landete sein Versuch im Tor. Erneut machte Gerling keine gute Figur. Nach dem Rückstand versuchten die Gastgeber alles, um noch einen Punkt mitzunehmen, doch zwingende Tormöglichkeiten gab es keine mehr. Einzig nennenswerte Szene: Tom Drews flog in der 90. Minute wegen Meckern noch mit Gelb-Rot vom Platz.

„Wir haben zu viele Aktionen gehabt, die zu halbherzig waren. Vielleicht hat Spellen uns mit ihrer Härte auch ein wenig den Schneid abgekauft. Andererseits war das Spiel auf der Kippe und wenn das 1:1 nicht fällt, läuft die Partie vielleicht auch ganz anders“, so Trainer Rolf Sent nach dem Spiel.

Auch der SV Rees musste am Donnerstag ein Nachholspiel bestreiten. Die Elf gewann glatt mit 4:1 (2:0) beim Tabellenletzten Borussia Bocholt. Bereits nach drei Minuten konnte Kapitän Meriton Arifi seine Mannschaft in Front bringen. Nur neun Zeigerumdrehungen später setzte Torjäger Marko Cvetkovikj noch einen drauf. Der Angreifer verwandelte einen an Arifi verursachten Foulelfmeter zum 2:0. Dies war dann auch der Halbzeitstand.

Nach der Pause machten die Gäste durch Felix Becker alles klar (55.), ehe erneut Cvetkovikj, mit seinem elften Saisontreffer, den Deckel drauf machte (66.). Allerdings verletzte sich der Angreifer so schwer dabei, dass er mit einem Rettungswagen abgeholt werden musste. „Marko ist im Tornetz hängen geblieben und hat sich sehr wahrscheinlich die Schulter ausgekugelt. Daher dürfte er bald wieder zur Verfügung stehen“, hofft Nieuwenhuis nicht auf einen längeren Ausfall seines Toptorschützen.

Sowohl für Fortuna Millingen als auch für den SV Rees geht es am morgigen Sonntag (15 Uhr) bereits weiter. Dann gibt es das direkte Aufeinandertreffen beider Teams in Rees. „Wir müssen jetzt Ruhe rein bekommen und den Kopf hochkriegen. Sonntag in Rees wird wieder ein neues Match. Da wollen wir dann wieder unser Spiel durchdrücken“, erklärt Millingens Trainer Sent vor dem Derby.

Einen echten Brocken hat der SV Haldern vor der Brust. Spitzenreiter DJK TuS Stenern gastiert im Lindendorf. „Wichtig wird es sein, dass wir Stenern nicht ins Spiel kommen lassen. Deshalb müssen wir an die kämpferische Leistung aus dem Lankern-Spiel anknüpfen. Allerdings müssen wir fußballerisch bessere Lösungen finden als zuletzt. Wir spielen zu Hause und wollen die drei Punkte hier behalten“, sagt Halderns Coach Christian Böing.

Eine positive Nachricht hat der SV Haldern noch für die kommende Spielzeit zu vermelden. Auch die letzten Spieler haben ihre Zusage für die neue Saison gegeben, so dass der aktuelle Kader zusammenbleibt. Hinzu kommt noch Sebastian Ostendorf, der vom B-Ligisten TuS Haffen-Mehr kommt.

Westfalia Anholt bekommt es mit GW Vardingholt zu tun. „Vardingholt ist für mich viel besser, als es die Tabelle aussagt. Sie haben eine sehr gute Offensive. Wir haben im Hinspiel gemerkt, wie schwer es ist, gegen sie zu spielen. Das wird eine harte Nuss“, so Driever. Nichtsdestotrotz wäre ein Sieg wichtig, um den Anschluss nach oben zu halten. „Wenn wir unser Pensum abrufen, werden wir mit Sicherheit punkten“, erklärt Anholts Übungsleiter.

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