Fußball: Fortuna Millingen rückt auf Platz zwei vor

Fußball : Fortuna Millingen rückt auf Platz zwei vor

Kreisliga A: Westfalia Anholt und die Elf von Rolf Sent bleiben nach ihren Siegen im Aufstiegsrennen.

Seinen Negativlauf in der Fußball-Kreisliga A konnte der SV Haldern im Auswärtsspiel beim SV Krechting stoppen. Die Lindendörfler siegten beim Mit-Absteiger mit 4:0 (1:0). „Das war ein verdienter Sieg meiner Mannschaft. Wir haben es endlich geschafft, den Bann zu brechen“, freute sich Christian Böing, Trainer des SV Haldern, über den gelungenen Auftritt seines Teams.

Ein Eigentor von Hendrik Klein-Heßling brachte die Lindendörfler nach 33 Minuten in Front. Nach der Halbzeit machten Kapitän Christopher Kipp, der eingewechselte Alexander Ruyter und Yannik Duesing (56./66./68.) den Deckel drauf. „Es freut mich sehr für die Jungs. Wir hatten diesmal in einigen Situationen das Spielglück auf unserer Seite“, so der Coach der Lindendörfler.

Den zweiten Tabellenplatz im Kreisliga-Oberhaus konnte Fortuna Millingen nach einem ungefährdeten 5:1 (2:0)-Erfolg gegen das Schlusslicht erringen. „Das war eine Mentalitätsfrage nach dem Spiel am Donnerstag, die wir sehr gut bestanden haben. Daher bin ich sehr zufrieden mit unserem Auftreten“ zeigte sich Fortuna-Trainer Rolf Sent positiv angetan von der Vorstellung seiner Mannschaft.

Ein Doppelpack von Torjäger Alexander Siepen (19./56.) sowie Tore von Angreifer Justin Diederichs-Wendt (33.), Patrick Renn (47.) und Christoph Eyting (54.) entschieden das Spiel frühzeitig für den neuen Tabellenzweiten. „Wir haben es geschafft, Bocholt früh unter Druck zusetzen und sie zu Fehlern gezwungen“, analysierte Sent nach dem Abpfiff der Begegnung. Nur die DJK Stenern ist besser platziert als die Fortuna. Während der Erste mit 63 Punkten der Konkurrenz weit enteilt ist, hat das Millinger Team nach 25 ausgetragenen Begegnungen nun 48 Punkte auf dem Konto. Dritter ist der 1. FC Bocholt II (47 Zähler) vor dem SV Spellen (45). Allerdings haben die beiden schärfsten Konkurrenten der Fortuna jeweils schon eine Partie mehr ausgetragen.

Den nächsten Erfolg feierte Westfalia Anholt im Auswärtsspiel bei Olympia Bocholt mit einem 4:2 (2:1).. Die Mannen von Trainer Thomas Driever besiegten den Tabellen-12.. „Ich denke, dass der Sieg hochverdient war. Nach den letzten kräftezehrenden Wochen war das heute ein hartes Stück Arbeit für uns, dennoch haben wir es sehr, sehr gut gemacht“, war Driever stolz auf seine Mannschaft.

Angreifer Matthias Teronde brachte die Schwarz-Weißen mit zwei Toren in Führung (20./26.), doch postwendend konnten die Hausherren verkürzen (27.).

Durch einen Doppelschlag von Ali El-Abbas und Tim Schwung machten die Gäste dann alles klar (47./53.). Die Hausherren konnten anschließend nur noch für Ergebniskosmetik sorgen (62.). „Der Doppelschlag hat das Spiel entschieden. Jetzt sind wir aber erst einmal froh, dass wir kein Match unter der Woche haben“, so der Anholter Trainer, der mit seiner Mannschaft auch noch im Rennen um den Aufstieg in die Bezirksliga mitmischt. Aktuell hat die Westfalia nun 44 Zähler vorzuweisen. Und noch etwas spricht für das Team Thomas Driever: Die Elf hat erst 23 Begegnungen ausgetragen - deutlich weniger als die mitkonkurrierenden Mannschaften - kann also in den noch nachzuholenden Begegnungen weiter mächtig gut an Boden gewinnen.

Vage Hoffnungen kann sich auch noch der SV Rees machen, doch gestern gab es für das Team einen Rückschlag. Denn die Erfolgsserie des SV Rees riss beim SV Brünen. Mit 3:4 (0:0) hatten die Reeser in der Auswärtspartie das Nachsehen. „Wenn du auswärts drei Tore schießt, muss du das Spiel eigentlich gewinnen. Wir waren in der gesamten Defensivarbeit heute einfach nicht gut genug“, bemängelte Maik Nieuwenhuis, Trainer des SV Rees.

Im ersten Durchgang lief bei beiden Mannschaften nicht viel zusammen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit nahm das Kreisliga A-Match dann in der zweiten Hälfte mächtig Fahrt auf. Nicht mal eine Minute nach dem Wiederanpfiff gingen die Gäste durch Lukas Reuyß in Führung. Doch die Brüner schafften es innerhalb von fünf Minuten das Match zu drehen. Marian Heitkamp (60.) und Nicolas Jansen (65.) sorgten mit ihren beiden Treffern für eine 2:1-Führung der Gastgeber. Der SV Rees steckte aber nicht auf. Belohnt wurden die Bemühungen durch zwei Treffer. Wieder war es Lukas Reuyß (67., 68.) der mit seinen Toren zwei und drei das Spiel zum 3:2-Zwischenstand wieder in die andere Richtung drehte.

Doch die Gastgeber schlugen erneut zurück und glichen durch Cantürk Mar zum 3:3 (75.) aus. Und dann durfte sich der SV Brünen noch über den Lucky-Punch freuen (92.). In der Nachspielzeit sicherte Nicolas Jansen mit seinem Treffer zum 4:3 seinem Team drei Punkte. Zähler, die der SV Brünen im Abstiegskampf mehr als gut gebrauchen kann. „Eigentlich war das Tor direkt nach der Pause für uns ein Glücksfall, doch wir haben es einfach nicht geschafft, unser Spiel durchzuziehen“, meinte Maik Nieuwenhuis nach dem Abpfiff der turbulenten Partie.

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