1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich
  4. Sport

Formel 1: Zweites Standbein für Nico Hülkenberg aus Emmerich

Neues Projekt : Nico Hülkenberg investiert in seine Zukunft

Der Emmericher Formel-1-Fahrer möchte mit einem Geschäftspartner auf dem Parkplatz des Rheinenergiestadions in Köln ein Wohnhaus errichten, das auf Stelzen stehen wird. Nebenbei beschäftigt er sich schon mit der neuen Saison. Es wird einige Änderungen geben.

In Köln herrscht extreme Wohnungsnot. Nico Hülkenberg will etwas gegen diesen Missstand unternehmen. Deshalb möchte der Formel-1-Pilot aus Emmerich in ein spektakuläres Projekt investieren. Auf einem Parkplatz des Rheinenergiestadions soll ein großes Wohnhaus entstehen. Der Clou: Das Haus soll auf Stelzen errichtet werden, so dass die Fans des 1. FC Köln weiterhin bei Heimspielen die Parkflächen nutzen können.

„Meine Formel-1-Karriere ist irgendwann vorbei und ich möchte mir etwas anderes aufbauen“, wird Hülkenberg vom Kölner Express zitiert. Er habe schon immer eine gewisse Affinität zu Immobilien gehabt, sagt der 31-Jährige. Zusammen mit seinem langjährigen Bekannten Oliver Bartsch habe er eine Gesellschaft gegründet, die dann mit drei kleineren Mietshäusern in Köln begonnen hat. Die beiden Geschäftspartner kontaktierten den Architekten Professor Henner Hermanns. Dieser hat mit dem Konzept, Wohnbauten auf Pfähle zu setzen, bereits gute Erfahrung gemacht.

Gerade für die Stadt Köln sind die Planungen praktisch maßgeschneidert. Denn es fehlt an öffentlichen Flächen, die für Wohnraum zur Verfügung gestellt werden können. Andererseits werden die Parkflächen in Junkersdorf und Müngersdorf außer an Spieltagen kaum frequentiert.

Auch wenn Hülkenberg sich ein zweites Business-Standbein zugelegt hat, fokussiert er sich logischerweise auf die kommende Formel-1-Saison. Und dort gibt es einige Änderungen im technischen Reglement.

Die Frontflügel werden im Jahr 2019 rudimentärer aussehen. Das Design wird vereinfacht. Grundsätzlich dürfen die Flügel aber breiter sein als in diesem Jahr.

Auch beim Heckflügel ändern sich die Abmessungen, allerdings nur sehr gering. Zudem gibt es Änderungen bei der Bremsbelüftung. „Der neue Frontflügel ist ein sanfter Neustart für das kommende Jahr, denn er bedeutet eine ziemliche Änderung für die Autos“, sagt Hülkenberg, der aber gleichzeitig zugibt, dass es schwierig sei, Prognosen abzugeben, welche Unterschiede es zum Modell des Jahres 2018 geben wird.

Durch die Regeländerung hofft die FIA, dass das Überholen in der Formel 1 einfacher wird. Ob dem so ist, wird sich erst final bei den Rennen zeigen. „Ich glaube, es wird einen kleinen Unterschied machen, aber er wird wahrscheinlich nicht groß sein. Diese Autos werden immer noch viele Verwirbelungen verursachen“, wird Renaults Chassischef Nick Chester vom Fachmagazin Motorsport-Total zitiert.

Im Renault-Windkanal in Enstone konnten wohl schon die ersten Daten gesammelt werden, die nicht unbedingt auf eine revolutionäre Änderung hindeuten.

Das Problem beim Überholen in der Formel 1 ist die so genannte Dirty Air – dreckige Luft – für den Hinterherfahrenden. Denn die Luftverwirbelungen des Vordermannes sorgen dafür, dass der Wagen Haftung verliert und dementsprechend langsamer wird.