Formel 1: Niko Hülkenberg steht ohne Rennstall da

Formel 1 : Hülkenbergs Zukunft weiterhin unklar

In der kommenden Saison gibt es für den Emmericher wohl keinen Platz mehr in der Formel 1. Niko Hülkenbergs vorerst letztes Rennen steigt in Brasilien. Seit seinem Debüt 2010 ist er in der prominentesten Formelserie unterwegs.

Auf neun Jahre in der Formel 1 wird Nico Hülkenberg in rund zwei Wochen zurückblicken: 175 Rennen, 511 WM-Punkte. Doch nun ist das Kapitel des Emmericher Piloten in der Königsklasse des Motorsports beendet. Für die kommende Saison sind inzwischen alle Cockpits vergeben. Am Dienstag bestätigte Red Bull Alexander Albon für den Platz neben Top-Star Max Verstappen, auch Hülkenberg war zuletzt noch einmal als Partner des Niederländers ins Gespräch gebracht worden. Was der 32-Jährige nun macht, ist noch nicht klar. Ersatz- oder Entwicklungsfahrer möchte Hülkenberg nicht sein. Zuletzt hatte er auch ins Spiel gebracht, eine Saison zu pausieren.

Und so geht an diesem Wochenende für den Renault-Fahrer zum letzten Mal für einen Grand Prix nach Brasilien, wo Sonntag der vorletzte WM-Lauf dieses Jahres gestartet wird (18.10 Uhr/RTL). Eine Strecke, an die der Emmericher einige besondere Erinnerungen hat. Da wäre zum Beispiel die Pole Position im Jahr 2010, als Hülkenberg im unterlegenen Williams eine Sekunde schneller fuhr als der spätere Weltmeister Sebastian Vettel. „Das war eine spaßige Veranstaltung, in der alles zusammengepasst hat, wir haben bei schwierigen Bedingungen eine perfekte Runde geschafft und es ist etwas, an das ich mich immer erinnern werden“, so Hülkenberg. Im Rennen wurde der damalige Neuling dann Achter.

Zwei Jahre später hatte Hülkenberg in Sao Paulo wieder Siegchancen, lag zwischendurch in Führung, rutschte bei nassen Bedingungen jedoch von der Piste. Platz fünf in Südamerika gehörte dennoch zu den besten Ergebnissen seiner Karriere. Überhaupt: Das Autodromo Jose Carlos Pace gehört zu Hülkenbergs Lieblingskursen. Bis auf 2018 fuhr der Mann vom Niederrhein stets in die Punkte. „Es ist eine kurze Runde, aber durchaus schwierig mit vielen Herausforderungen“, weiß der Emmericher. Gefahren wird gegen den Uhrzeigersinn mit einer Vielzahl von herausfordernden Bodenwellen.

„Der Mittelsektor ist kurvenreich, dort kann man aber viel Zeit rausholen.“ In Austin wurde Hülkenberg zuletzt schlussendlich Neunter. „Wir müssen in Brasilien noch mehr Punkte ins Visier nehmen und näher an die Positionen sechs und sieben herankommen“, sagt Niko Hülkenberg nun, der zum aktuellen Zeitpunkt durchaus respektable 37 Weltmeisterschafts-Punkte auf dem Konto hat. Sergio Perez (44), Lando Norris (41) und der auf Gesamtrang neun liegende Renault-Teamkollege Daniel Ricciardo (46) sind da durchaus noch in Schlagdistanz. In Sao Paulo kann der Emmericher weitere Zähler gut machen. „Die Fans hier lieben den Motorsport, besonders die Formel 1“, weiß der 32-Jährige. Er führt des Weiteren aus:„Die Strecke ist legendär und all das zusammen führt zu einer speziellen Grand-Prix-Atmosphäre. Interlagos hat so viel Geschichte.“