Formel 1: Nico Hülkenberg vor dem Großen Preis von Deutschland

Motorsport : Nico Hülkenberg will jeden Moment genießen

Der Emmericher Formel 1-Pilot freut sich auf den Großen Preis von Deutschland. Damit die etwa 70.000 Fans Platz haben, werden auf dem Hockenheimring vom Veranstalter sogar Zusatztribünen aufgestellt.

Seit der Eröffnung des Hockenheimrings im Jahr 1932 wurden bei allen Rennen insgesamt 40 Millionen Zuschauer gezählt. Am Sonntag kommen beim Formel-1-Rennen dann nochmal mindestens 70 000 Besucher hinzu. Denn der Hockenheimring ist regulär ausverkauft. Der Veranstalter hat sich aufgrund des hohen Zuspruchs mittlerweile dazu entschieden, sogar Zusatztribünen aufzustellen.

Nico Hülkenberg war glücklicherweise schnell genug und hat für seine Familie eine Lounge auf der Südtribüne gemietet. „Damit die Tanten, Cousins und Cousinen auch mal ein Rennen live sehen“, hat der Emmericher Auto, Motor und Sport verraten.

Hülkenberg freut sich ganz besonders auf sein Heimrennen, nachdem im vergangenen Jahr kein Großer Preis von Deutschland ausgetragen wurde. Die Presseabteilung von Renault bemüht dann auch gleich ein Wortspiel. „Hülkenheim is back“, ist das offizielle Bulletin für das Rennen in der Kurpfalz überschrieben.

„Es ist schon etwas ganz besonderes, einen Deutschland Grand Prix im Kalender zu haben“, sagt er. „Ein Heimrennen ist extrem motivierend, weil man ein Extra-Pfund an Entschlossenheit in sich spürt, um sich gut vor den heimischen Fans zu präsentieren. Das habe ich in der letzten Saison vermisst, aber jetzt sind wir zurück in Hockenheim und ich werde jeden Moment des ganzen Wochenendes genießen.“

Damit auch sportlich das Ergebnis stimmt, bringt Renault einen neuen Frontflügel an den Hockenheimring, der Freitag erstmals getestet werden soll. „Wir hoffen, dass er uns einen Schritt weiterbringt und die Leistung des Autos verbessert. Er soll uns in der aktuellen Situation helfen“, sagt Technikchef Bob Bell.

Denn nach dem Triple Header der Formel 1 mit drei Rennen an drei Wochenenden konnte das Werksteam den vierten Platz in der Konstrukteursmeisterschaft verteidigen. Allerdings rückt die Konkurrenz den Franzosen mächtig auf die Pelle. „Wir haben einen Weckruf während dieser Rennen erhalten“, meint dann auch Teamchef Cyril Abiteboul. „Wir wissen, dass es nicht einfach werden wird, die vierte Position zu halten. Wir werden in der zweiten Saisonhälfte alles geben.“

Bis zur Sommerpause gibt es neben Hockenheim auch noch das Rennen in Ungarn. Die Verantwortlichen bei Renault glauben, dass die beiden Strecken dem gelb-schwarzen Boliden besser liegen als die letzten Kurse. „Es ist wichtig, ein perfektes Wochenende hinzulegen, um gute Ergebnisse einzufahren. Wir haben viel Arbeit vor uns, wenn wir auf dem vierten Platz bleiben wollen“, lautet die klare Ansage von Abiteboul.

Für Hülkenberg ist in diesem Zusammenhang wichtig, dass sich vor allem der Speed auf eine Runde verbessern muss: „Wir müssen auf unsere Qualifying-Pace schauen, weil der Kampf im Mittelfeld immer enger wird. Daher müssen weiter neue Teile kommen, um vor unseren Rivalen zu bleiben.“