Formel 1 Hülkenberg Großer Preis von Aserbaidschan

Formel 1 : Nico Hülkenberg will in Baku ankommen

Motorsport: In den vergangenen beiden Jahren schied der Emmericher Formel 1-Pilot auf dem einzigartigen Stadtkurs in Baku beim Großen Preis von Aserbaidschan jeweils selbst verschuldet nach Fahrfehlern aus.

Nico Hülkenberg ist auf den Hund gekommen. Auf seinem Instagram-Account postet er ein Bild mit einer knuffigen schwarz-weißen Fellnase, die auf den Namen Zeus hört. „Unser neustes Familienmitglied“, schreibt der Emmericher Formel 1-Pilot unter das Foto.

Eine weitere Aufnahme, die in niederländischen Medien aufgetaucht ist, zeigt Hülkenberg mit Freundin Egle Ruskyte, beide herzen den kleinen Hund innig. Zu wilden Spekulationen führt dabei ein sehr unscheinbares Detail. Denn bei der litauischen Häkel-Designerin wollen einige Fans einen Verlobungsring am Ringfinger ausgemacht haben.

Weniger harmonisch verliefen bisher die Auftritte von Nico Hülkenberg auf dem Baku City Circuit. Dreimal ist er auf dem einzigartigen Stadtkurs angetreten. Bei der Premiere am Kaspischen Meer im Jahr 2016 wurde der Emmericher Neunter, damals noch im Force India. Es sollte sein bestes Ergebnis bleiben. Damals wurde das Rennen noch als Großer Preis von Europa ausgetragen. Seit es auch offiziell der Grand Prix von Aserbaidschan ist, hat Hülkenberg die Zielflagge nicht mehr gesehen. In den letzten beiden Jahren schied er jeweils nach eigenen Fehlern aus. Vor zwölf Monaten lag er aussichtsreich auf Position fünf, als er in Runde elf mit seinem Auto selbstverschuldet in die Leitplanken crashte.

„Der kleinste Fehler kann eine große Auswirkung haben“, fasst Nico Hülkenberg die Schwierigkeiten auf dem 6,003 Kilometer langen Kurs durch die Altstadt von Baku zusammen. „Das Rennen ist jedes Jahr aufs Neue sehr interessant. Ich hatte in den letzten beiden Saisons ein kleines bisschen Pech. Aber man muss dort zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein, um jede sich bietende Gelegenheit dann auch zu nutzen.“

Die Besonderheit in Baku ist die untypische Charakteristik für einen Stadtkurs. So befindet sich auf der Strecke die längste Gerade der Formel 1. Das Teilstück entlang der Neftchilar Avenue wird über 2,2 km komplett mit Vollgas gefahren. Die Boliden erreichen Spitzengeschwindigkeiten von über 360 km/h. „Die lange Gerade sticht schon heraus“, meint Hülkenberg. „Wie jeder weiß, in Baku kann alles passieren. Das ist schon ein intensives Highspeed-Rennen.“

Renault bringt ein so genanntes Medium-Anpressdruck-Paket mit nach Aserbaidschan. Sowohl Front- als auch Heckflügel werden geändert. Zudem gibt es auch noch kleinere Updates an den Seitenkästen. „Mehr als auf den meisten anderen Strecken braucht man ein effizientes Aero-Paket, mit dem man genügend Downforce bekommt, ohne dabei aber zu viel Luftwiderstand zu bieten“, erläutert Nick Chester, der bei Renault als Technik-Direktor die Abteilung Chassis im Werk in Enstone leitet.

Auch wenn Nico Hülkenberg zuletzt zwei Ausfälle in Folge erlitt, sind die Verantwortlichen beim französischen Werksteam durchaus positiv gestimmt. „Nico und Daniel sind Top-Fahrer und unser Auto hat im Moment genug Pace, um das Mittelfeld anführen zu können“, meint Chester vor dem Start in Aserbaidschan.

Ins gleiche Horn stößt auch Renault-Berater Alain Prost, der gegenüber der spanischen Sportzeitung Marca sagte, dass Renault einen der besten Motoren der Formel 1 haben wird. „Noch spricht keiner darüber, aber wir haben die Daten und werden es Schritt für Schritt hinbekommen“, so der viermalige Weltmeister.

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