Formel 1: Emmericher Nico Hülkenberg entspannt auf Mallorca

Motorsport : Nico Hülkenberg lädt Batterien auf Mallorca auf

Erst drehte der Emmericher Formel 1-Fahrer noch ein paar Testrunden in Ungarn, anschließend ging’s in die Sommerpause.

Bevor Nico Hülkenberg in die Sommerpause ging, drehte der Renault-Pilot nach dem enttäuschenden Ungarn-Grand Prix, bei dem er als Zwölfter nicht in den Punkterängen gelandet war, am Dienstag noch ein paar Testrunden auf dem Hungaroring. „Der Morgen war gut, der Nachmittag dagegen weniger produktiv“, sagte der 30-Jährige.

Der Emmericher wird nun zwei Wochen auf Mallorca entspannen und die Batterien wieder aufladen, wobei er aber durchaus auch hätte sofort weiter machen können. „Ich fühle mich nicht sonderlich erschöpft. Es geht da mehr um die Teammitglieder. Wir als Fahrer haben den körperlichen Part beim Fahren, aber zwischen den Rennen haben wir Zeit, uns zu erholen und zu entspannen, während die anderen schließlich die ganze Zeit arbeiten“, erklärte Hülkenberg, für den es nach der Pause in Belgien weitergeht, wo am 26. August traditionell in Spa-Francorchamps Halt gemacht wird.

Nico Hülkenberg wird auch in der nächsten Saison für Renault fahren. Noch ist aber nicht klar, wer 2019 sein Partner sein wird. Eine Option ist, dass Carlos Sainz bleibt, eine andere könnte Esteban Ocon sein. Teamchef Cyril Abiteboul bestätigte bereits Verhandlungen mit dem Franzosen. Eine Entscheidung, wer künftig den zweiten Platz einnehmen wird, soll bis Spa fallen. Ocon fährt derzeit für Force India, ist aber vertraglich an Mercedes gebunden. Dessen Motorsportchef Toto Wolff würde es durchaus begrüßen, dass Ocon zu Renault wechselt, da Force India immer weiter in finanzielle Schieflage gerät. So kann der ehemalige Rennstall von Hülkenberg seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen und ist von einem Gericht in London unter Gläubigerschutz gestellt worden. Es wird nun versucht, das Team zu verkaufen.

Zwar gibt es wohl Interessenten. Doch damit Force India bei einem Besitzerwechsel weiter an der Ausschüttung der Startgelder und TV-Einnahmen teilhaben kann, müssen alle Konkurrenten ihre Zustimmung geben. Die Rede ist dabei von einem möglichen Verlust von 150 Millionen Euro, was einen Verkauf wohl zu mindest erschweren würde. Drei Teams haben jedoch Bedenken angemeldet. Neben Renault sind dies auch Williams und McLaren.

(misch)
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