Zurück in der Formel 1 Darum hat sich Nico Hülkenberg ein Comeback verdient

Emmerich · Der Emmericher kehrt 2023 als Stammpilot zurück in die Königsklasse des Motorsports, in der er immer schon allerhöchstes Ansehen genossen hat.

 Nico Hülkenberg freut sich über sein Comeback.

Nico Hülkenberg freut sich über sein Comeback.

Foto: dpa/Hasan Bratic

Nico Hülkenberg ist zurück in der Formel 1. Er ersetzt 2023 Nick Schumacher beim amerikanischen Haas-Rennstall als Stammpilot, was keine wirkliche Überraschung ist. Der Wechsel hatte sich seit Tagen angedeutet. Am Donnerstag ließ Haas dann auch offiziell die Katze aus dem Sack.

Der 35 Jahre alte Emmericher hat immer daran geglaubt, dass es für ihn eine Zukunft als Stammpilot in der Königsklasse des Motorsports gibt, seitdem er 2019 beim französischen Werksteam Renault ausgemustert worden war. „Ich habe das Gefühl, die Formel 1 nie wirklich verlassen zu haben und freue mich über die Möglichkeit, wieder das tun zu dürfen, was ich am meisten liebe“, teilte Hülkenberg in den sozialen Netzwerken mit. Das durfte er seit 2020 freilich nur als Aushilfskraft.

Bei seinen Einsätzen 2020 bei Racing Point, als er in zwei Rennen die erkrankten Sergio Perez und Lance Stroll vertrat, und zu Beginn dieser Saison, als er bei Aston Martin zweimal für Sebastian Vettel einsprang, hat Nico Hülkenberg solide abgeliefert. Er bewies, dass er ein Fahrer ist, der mit einem für ihn neuen Auto sehr schnell ans Limit gehen kann. Darum hat er sich ein Comeback in der Formel 1 verdient.

Dort hält er einen eher unrühmlichen Rekord. Nico Hülkenberg wartet nach 181 Rennen immer noch auf seinen ersten Podestplatz. Doch man würde Hülkenbergs Leistung in der Formel 1 nicht annähernd gerecht werden, wenn man ihn alleine nur an diesem Wert misst. Er genoss immer schon allergrößtes Ansehen in der Königsklasse des Motorsports.

So antwortete Ex-Weltmeister Fernando Alonso 2015 auf die Frage, welche Fahrer denn auf dem Podest stehen würden, wenn alle Piloten mit identischen Autos starten würden: „Das wären Hamilton, Hülkenberg und Ricciardo.“ Und Formel-1-Legende Niki Lauda sagte über den Emmericher im gleichen Jahr: „Der Typ ist richtig gut. Natürlich hätte Nico Hülkenberg ein Top-Auto verdient.“ Damals gab es Spekulationen, dass Hülkenberg ein Kandidat auf ein Cockpit bei Ferrari sei. Das war zwei Jahre zuvor auch schon der Fall gewesen, was Hülkenberg später bestätigt hat.

Zu einem Wechsel zu einem Top-Team ist es indes nie gekommen. Auch jetzt nicht. Der Haas-Rennstall will 2023, so Teamchef Günther Steiner, „ins solide Mittelfeld vorstoßen“. Hülkenberg soll ein Garant dafür sein. „Wir müssen den nächsten Schritt machen. Und Nico hat Teams aus dem Mittelfeld schon nach vorne gebracht“, sagt Steiner.

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