Leichtathletik: Falkenthal siegt erneut beim Adventslauf

Leichtathletik : Falkenthal siegt erneut beim Adventslauf

Der 23-Jährige Emmericher gewinnt bei der 49. Auflage der Veranstaltung des ETV wie schon 2013 das Rennen über 5000 Meter. Tim Schüttrigkeit liegt über 10 000 Meter vorn. Christoph Verhalen ist im Halbmarathon-Lauf erfolgreich.

Es ist der Klassiker der Vorweihnachtszeit. Bei der 49. Auflage des Adventslaufs des Emmericher Turnvereins, der ältesten Laufveranstaltung im Kreis Kleve, gingen gestern 728 Teilnehmer über die drei unterschiedlichen Distanzen an den Start. Dabei zeigte sich Lokalmatador Florian Falkenthal erneut in bestechender Form. Der Emmericher, der für den LV Marathon Kleve startet, gewann in 15:56 Minuten das Rennen über 5000 Meter und wiederholte damit seinen Erfolg aus dem Vorjahr.

Gemeinsam ins Ziel: Rieke Knufmann (links), die über 5000 Meter in 24:55 Minuten Platz zwei bei der weiblichen Jugend U 16 belegte, und Nele Möllmann die Dritte bei den Schülerinnen U 14 wurde. Foto: Thorsten Lindekamp

Der 23-Jährige staunte nach dem Zieleinlauf im Eugen-Reintjes-Stadion ein wenig über sich selbst. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich unter der 16-Minuten-Marke bleiben würde", sagte Florian Falkenthal. Beim Rennen über 5000 Meter, mit dem die Veranstaltung gestern Morgen eröffnet wurde, lag noch leichter Nebel über Teilen der Strecke. "Am Anfang war die Luft in den Lungen schon ziemlich kalt", sagte Falkenthal, der ansonsten aber durchaus gute Laufbedingungen vorgefunden hatte.

Bis etwa zur Hälfte der Distanz war der Emmericher noch in Begleitung seines Vereinskameraden Roman Heynen, ehe er sich dann absetzen konnte. Im Ziel hatte Florian Falkenthal einen deutlichen Vorsprung von 28 Sekunden herausgelaufen. In der kommenden Saison will sich der Leichtathlet "punktuell auf einige Halbmarathons vorbereiten und neue Bestzeiten über fünf und zehn Kilometer in Angriff nehmen".

Die passende Kopfbedeckung beim Adventslauf. Foto: Thorsten Lindekamp

Schnellste weibliche Teilnehmerin über 5000 Meter war Carolin Joeken von Leichtathletik Nütterden in 18:47 Minuten. Bemerkenswert: Joeken ging anschließend auch noch beim 10 000-Meter-Lauf an den Start und erreichte hier den 15. Platz in der Gesamtwertung.

Im Rennen über zehn Kilometern hatten sich im vergangenen Jahr Gero Beus und Jeroen Reintjes ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg geliefert, wobei Beus das bessere Ende für sich hatte. Auch dieses Mal lag der Läufer der SV Sonsbeck vor seinem niederländischen Kontrahenten. Doch zum Erfolg sollte es nicht reichen. Denn Tim Schüttrigkeit von der LG Alpen war über die 10 000 Meter eine Klasse für sich. Nach 33:12 Minuten überquerte er die Ziellinie und und lag damit 1:22 Minuten vor Gero Beus. "Ich habe diesen Wettkampf aus dem Training heraus bestritten. Deshalb bin ich mit meiner Zeit sehr zufrieden. Etwa nach etwa drei Kilometern konnte ich mich von den Konkurrenten absetzen", kommentierte Tim Schüttrigkeit, der in der Altersklasse U20 startete, seinen Erfolg.

Sieger: Florian Falkenthal gewann das 5000-Meter-Rennen. Foto: Thorsten Lindekamp

Moderator Laurenz Thissen hatte schon vor dem Start des Halbmarathons, der in diesem Jahr zum 37. Mal im Programm war, einen guten Riecher, als er ankündigte, dass die Siegerzeit aus dem vergangenen Jahr diesmal geknackt werden könnte. Thissen, die Stimme des Laufsports am Niederrhein, sollte Recht behalten. Als sich die Läufer zu den Klängen des Stücks Word of Mouth von Mike and the Mechanics in Bewegung setzten, wünschte der Ansager ihnen "viel Spaß in Holland und kommt gesund wieder". Christoph Verhalen (TuS Xanten) legte die 21,1 Kilometer in 1:13,43 Stunden zurück. Damit pulverisierte er die Siegerzeit des Vorjahres. Denn der Xantener war fast dreieinhalb Minuten schneller als der Gewinner des 48. Adventslaufs.

Ein eingespieltes Team von freiwilligen Helfern um Christoph Evers, Vorsitzender des Emmericher Turnvereins, sorgte vor und hinter den Kulissen für den reibungslosen Ablauf der internationalen Großveranstaltung. So fuhr Evers auch ab den frühen Morgenstunden die Strecke gleich mehrmals mit dem Auto ab. Nachdem der letzte Läufer das Ziel erreicht hatte, mussten die 120 Hinweisschilder wieder eingesammelt werden.

(RP)