Interview Jürgen Stratmann: "Es verbindet mich viel mit dem SV Haldern"

Interview Jürgen Stratmann : "Es verbindet mich viel mit dem SV Haldern"

Haldern Nach elf Jahren als Trainer bei seinem Heimatverein SV Haldern, den er von der Fußball-Kreisliga C in die Bezirksliga führte, sitzt Jürgen Stratmann jetzt beim A-Ligisten SV Biemenhorst auf der Bank. Torsten Tenbörg sprach mit dem 46-Jährigen.

Haldern Nach elf Jahren als Trainer bei seinem Heimatverein SV Haldern, den er von der Fußball-Kreisliga C in die Bezirksliga führte, sitzt Jürgen Stratmann jetzt beim A-Ligisten SV Biemenhorst auf der Bank. Torsten Tenbörg sprach mit dem 46-Jährigen.

Wo wird man Sie am 9. August gegen 19.30 Uhr antreffen?

Jürgen Stratmann An diesem Mittwoch haben wir beim SV Biemenhorst kein Training. Deshalb werde ich im Lindenstadion sein und mir die Partie SV Haldern gegen TuB Bocholt anschauen.

Fiebern Sie dann mit Ihrer alten Mannschaft mit?

Stratmann Klar, es verbindet mich ja viel mit dem SV Haldern. Ich sehe die Jungs gerne spielen und werde mir, immer wenn es möglich ist, ihre Partien anschauen, um zu sehen, wie sich die Mannschaft weiterentwickelt.

Früher sind Sie mit dem Fahrrad zum Training gefahren, jetzt ist es deutlich weiter nach Biemenhorst.

Stratmann Es ist näher, als man denkt. Ich brauche mit dem Auto genau zwölf Minuten bis zum Platz in Biemenhorst - ohne zu rasen.

Wie haben Sie sich den in der neuen Umgebung eingelebt?

Stratmann Mein erster Eindruck ist, dass dort ähnliche Strukturen vorhanden sind wie beim SV Haldern.

Wie sieht's mit der Mannschaft aus?

Stratmann Wir haben vor drei Wochen mit der Vorbereitung begonnen. Die Mannschaft bemüht sich. Die Spieler sind sehr angenehme Charaktere. Das ist auch wichtig, schließlich verbringt man eine Menge Freizeit miteinander. Aktuell habe ich noch einen sehr großen Kader, in dem auch A-Jugendliche und Spieler aus der Reserve mitmischen. Ich gebe allen eine Chance. Natürlich muss ich mich dann demnächst entscheiden, mit welchem Kader ich in die Saison gehen werde.

Läuft die Vorbereitung reibungslos?

Stratmann Leider nicht. Drei Spieler sind verletzt und können in diesem Jahr nicht mehr spielen. Zudem sind viele Studenten im Kader, das bereitet einige Schwierigkeiten. Deshalb wird auch freitags trainiert, obwohl ich eigentlich kein Freund davon bin.

Es ist ja auch bekannt, dass sie Turniere in der Vorbereitung und den Pokalwettbewerb nicht mögen.

Stratmann Das stimmt.

Aber dieses Mal mussten Sie mit Ihrem Team an der Bocholter Stadtmeisterschaft teilnehmen. Zudem ist der SV Biemenhorst im Pokal dabei.

Stratmann Das ist richtig. Wobei ich sagen muss, dass bei der Stadtmeisterschaft trotz der großen Rivalität alle sehr entspannt miteinander umgegangen sind. Im Verbandspokal empfangen wir in Bayer Dormagen einen Absteiger aus der Landesliga. Die Jungs nehmen dieses Spiel gerne mit. Ich mache das dann diesmal auch mit. Was im kommenden Jahr sein wird, müssen wir mal abwarten.

Wie lautet Ihr Saisonziel?

Stratmann Ich habe noch kein Ziel ausgegeben. Ich muss erst einmal schauen, wie stark die Mannschaft ist. Nach drei Wochen kann ich das noch nicht seriös beantworten.

Gibt es denn Vorgaben vom Vorstand?

Stratmann Wenn es sie geben würde, wäre ich nicht nach Biemenhorst gegangen. Im Vorstand sind sehr bodenständige Personen aktiv. Man möchte etwas erreichen, aber nichts über das Knie brechen.

Welche Teams erwarten Sie in der Kreisliga A am Ende ganz oben?

Stratmann Ich glaube, dass Lowick und die DJK Stenern eine gute Rolle spielen werden. Auch der SV Rees ist ein Kandidat für einen vorderen Platz. Zudem hat TuB Mussum bei der Stadtmeisterschaft einen starken Eindruck hinterlassen.

Nochmal zurück zum SV Haldern. Schafft das Team erneut den Klassenerhalt in der Bezirksliga?

Stratmann Davon bin ich überzeugt.

(RP)
Mehr von RP ONLINE