Motorsport: Erneute Enttäuschung für Hülkenberg

Motorsport : Erneute Enttäuschung für Hülkenberg

Motorsport: Formel 1-Pilot Nico Hülkenberg landet in den Straßenschluchten von Monte Carlo auf dem 14. Platz. Das Rennen ist nach einem Vorfall in der neunten Runde in La Rascasse für den Emmericher praktisch gelaufen.

Der Große Preis von Monaco endete mit einer erneuten Enttäuschung für Nico Hülkenberg. Der Emmericher landete auf dem 14. Platz. Die Besonderheiten des Stadtkurses in Monte Carlo und ein Zwischenfall ganz früh im Rennen verhinderten eine bessere Platzierung. „Das ist natürlich schon enttäuschend und frustrierend, weil es nicht so richtig läuft. Das Auto hat eigentlich viel mehr Potenzial, als das, was die Ergebnisse zeigen. Und das macht es umso frustrierender, ehrlich gesagt“, meinte der Emmericher am Mikrofon des Fernsehsenders Sky, als im Hintergrund bei der Siegerehrung für Lewis Hamilton gerade die britische Nationalhymne abgespielt wurde.

Im Qualifying landete der Emmericher auf dem elften Platz. Der Renault-Pilot verpasste dabei um Haaresbreite den Einzug in das Q3. Kevin Magnussen (Haas) konnte mit seiner letzten schnellen Runde den Emmericher noch aus den Top Ten verdrängen. Am Ende fehlten Hülkenberg auf die Zeit des zehntplatzierten Alexander Albon (Toro Rosso) im Q2 genau 0,07 Sekunden.

„Ich hatte schon das Gefühl, dass das Auto über das Potenzial für Q3 verfügt“, meinte Hülkenberg. „Von daher ist es schon ein klein wenig enttäuschend, dass ich als Elfter knapp ausgeschieden bin. Es war eine unglaublich enge Geschichte. Vielleicht habe ich an der einen oder anderen Stelle zu hart gepusht und das Auto etwas überfahren. Aber das sind im Endeffekt nur Kleinigkeiten.“

Nichtsdestotrotz gab sich der 31-Jährige nach dem Qualifying angriffslustig. „Auch vergangenes Jahr bin ich von Platz elf gestartet und habe dann noch einige gute Punkte geholt. Das sollte uns Mut machen“, so der Renault-Pilot. „Wir bringen die größten Boxhandschuhe mit und sind für einen harten Kampf gewappnet.“

Es wurde dann auch zu Beginn des Rennens ein echter Fight, wobei Hülkenberg aber die Opferrolle einnahm. Nach dem Start verteidigte der Emmericher seinen elften Platz. Doch dann kam es in der neunten Runde zu einem verhängnisvollen Zwischenfall. Charles Leclerc war aufgrund eines taktischen Fehlers von Ferrari im Qualifying früh ausgeschieden. Somit räumte der gebürtige Monegasse das Feld von hinten auf. In La Rascasse übertrieb es Leclerc und kollidierte mit dem vor ihm fahrenden Renault. Die Folge: Sowohl am Renault als auch am Ferrari gab es einen Reifenschaden. Beim Versuch von Leclerc die Box zu erreichen, zerbröselte der Reifen komplett und zerstörte auch Teile der Karossiere. Wegen der umherfliegenden Carbon-Elemente wurde das Safety Car herausgeschickt.

„Die Pace war heute eigentlich da, aber es fing natürlich an mit Leclerc, der mir den Reifen aufgeschlitzt hat. Da habe ich viel Zeit verloren. Das Safety Car kam dann komplett zur falschen Zeit für mich“, so Hülkenberg. „Wenn du dann einmal hinter den ganzen Autos bist, hast du keine Chance mehr. Wir müssen einfach versuchen, wieder ein bisschen Boden unter die Füße zu kriegen.“

Nicht unbedingt schuldbewusst gab sich Leclerc nach dem Zusammenstoß. „Ich denke, es war ein Rennunfall, er hat mir nicht viel Platz gelassen, dann bin ich mit dem Heck an die Wand gekommen und wir haben uns ein wenig berührt. Das war’s“, meinte der Monegasse, der in der Mixed-Zone auch das Gespräch mit Hülkenberg suchte.

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