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Fußball: Entscheidung in neun Minuten

Fußball : Entscheidung in neun Minuten

Selten ging es so einseitig in einem Emmericher Derby zu. Mit 0:6 gab es am Sonntag eine derbe Klatsche für den VfB Rheingold. Er war gegen den RSV Praest vollkommen chancenlos.

So was nennt man dann wohl eine gehörige Packung. Im gestrigen Derby schickte Spitzenreiter RSV Praest den Nachbarn VfB Rheingold Emmerich mit 6:0 (4:0) nach Hause. Der VfB Rheingold zeigte ein erschreckendes Defensivverhalten und steht nur noch aufgrund des Torverhältnisses auf keinem Abstiegsplatz.

Abwehr stand brav Spalier

Inklusive des gestrigen Derbys trafen die beiden Fußball-Bezirksligisten insgesamt zwölfmal auf einander. Doch noch keines der Duelle dürfte so extrem einseitig wie gestern verlaufen sein. Bereits nach neun Minuten war die Begegnung entschieden. Ein mustergültiges Zuspiel von Justin Ising verwertete Sezgin Baran zur 1:0-Führung (8. Minute). Keine 60 Sekunden später stand es dann schon 2:0, wobei die Rheingold Hintermannschaft brav Spalier stand. Michel Schicht war es egal. Er traf zum 2:0 - die Vorentscheidung.

Dem RSV Praest reichte gestern eine durchschnittliche Leistung zum klar verdienten Sieg. Rheingold zeigte große Schwächen in der Abwehr, was Defensivfachmann Rolf Sent mächtig auf die Palme brachte. "Es war ein Witz, wie wir in der Abwehr gestanden haben. Praest hat verdient gewonnen", sagte der Rheingold- Trainer.

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Der Gegentreffer zum 0:3 dürfte wohl noch bei der nächsten Ansprache von Sent vorkommen. Bei einem Einwurf für Praest war die Rheingold-Hintermannschaft noch im Tiefschlaf. Fais Almami schaltete am schnellsten und traf zum 3:0 (32.). In dieser Szene muss sich die Rheingold-Defensive als anfängerhaft bezeichnen lassen. Rheingold hatte in Hälfte eins Chancen durch Pierre Elspaß (35.) und Jonas Voetmann (41.). Beide Versuche gingen jedoch am Tor vorbei. Kurz vor der Pause fiel die endgültige Entscheidung. Einen Zuckerpass von Patrick Gottschling verwerte Michel Schicht zum 4:0, erneut hielt die Rheingolder Abwehr brav Abstand (45.).

Nach der Pause verflachte die Begegnung. Die knapp 400 Zuschauer sahen nun - sicherlich aufgrund des klaren Ergebnisses - eine schwächere Partie. Fais Almami (59.) und Patrick Gottschling (62.) versäumten es, die Führung auszubauen. In der Schlussphase hätte Rheingold einen Treffer verdient gehabt. Doch sowohl Jonas Voetmann, der gleich zweimal scheiterte (72.), als auch Lukas Voetmann (79.) und Pierre Elspaß (82.) vergaben. Justin Ising (81.) und Benedikt Derksen (83.) machten den hochverdienten 6:0-Erfolg perfekt. "Das 6:0 spricht für sich. Der Sieg ist mehr als verdient", erklärte RSV-Coach Roland Kock, dessen Team weiterhin einsam an der Tabellenspitze steht.

(RP)