Emmerich : Den Regionalliga-Aufstieg im Visier

Tennis: Die Herren-65 des TC RW Emmerich spielen im elften Jahr in der Niederrheinliga. Nun komplettiert mit Rob Meuwese ein ITF-Platzierter das Aufgebot. Daher rückt für die Vize-Meister ein Aufstieg in den Fokus.

Wer einen Blick auf die Vita von Rob Meuwese wirft, der erkennt sofort: Hier hat der TC Rotweiss Emmerich einen absoluten Spitzenspieler an Land gezogen. Schon mit 13 Jahren begann der gebürtige Amsterdammer mit dem Tennissport, war unterdessen zwei Mal niederländischer Meister und steht dort an fünfter Stelle seiner Altersklasse. „Er wird super wichtig für uns werden“, sagt Mannschaftsführer Manfred Kurth. Auch Vereinsvorsitzender Gregor Langen weiß: „Rob Meuwese bereichert das Team und unseren Verein.“

In den Niederlanden schlägt der 66-Jährige für den TC Hilversum gegen die gelbe Filzkugel. „Ich war schon als Kind ballaffin, spielte auch lange Zeit Fußball und Volleyball. Mein Herz aber hat der Tennissport erobert“, sagt Meuwese. Längst ist er auch in Deutschland unterwegs. Seit fünf Jahren bestreitet er bereits seine Medenspiele für den TC Elmpt in Niederkrüchten, vier Jahre in der Herren 55, eine Spielzeit für die 60-er-Mannschaft. „Nun wollte er sich sportlich nochmals weiterentwickeln und war auf der Suche nach einem höherklassigeren Verein. Niederrhein- oder Regionalliga sollte es schon sein“, sagt Kurth.

In Elmpt war dieser Schritt nicht möglich; das dortige Aufgebot plagte sich mit verletzungsbedingten Ausfällen herum. Durch eine Portion Zufall und den Kontakt zum Emmericher Akteur Beert Wijnbergen stieß er auf die Rot-Weissen. Im September vergangenen Jahres schaute er erstmals beim Schnuppertraining am Stadion vorbei, sporadisch nahm er auch am regulären Trainingsbetrieb teil. Eine Entscheidung aber stand noch aus.

Nun aber ist es perfekt: Meuwese wird für die Herren 65 des TC RW Emmerich gemeldet. „Ich hoffe sehr, meinen neuen Kollegen helfen zu können“, sagt Meuwese. Eine besondere Waffe wird er nicht nur ob seiner sportlichen Finessen und schnellen Grundschläge sein, sondern auch in Anbetracht seiner gemeldeten Position innerhalb des Teams. Da der bei Ede wohnhafte Sportler in Deutschland nur die Leistungsklasse „Neun“ vorweisen kann, startet er auch nur an zweiter Position – direkt hinter Spitzenspieler Bruno Kreyenbrink. Doch auch der ist ein sportliches Aushängeschild, wie er zuletzt bei den 51. Deutschen Hallenmeisterschaften zeigte. Dort besiegte er gar die Nummer 36 der Deutschen Rangliste.

Meuwese darf derweil auf eine bunte Karriere zurückblicken: Schon in Almere, für den LTV Lelystad, in Hilversum, Tulip und Barnefeld schlug er auf. Was ansonsten auffällt: Der Niederländer darf auf eine durchgängig verletzungsfreie Karriere zurückschauen. „Das ist eine Seltenheit in unserem Sport, auf die ich sehr stolz bin“, sagt Meuwese. Diese Besonderheit führte ihn unterdessen gar auf die Position 80 der ITF, International Tennis Federation.

Doch wohin geht die Reise nun für die verstärkte Mannschaft? Kurth zeigt sich vorsichtig: „Wir wollen kein klares Ziel ausgeben. Aber wenn man drei Mal in Folge Vizemeister wird, kann man schon den Regionalliga-Aufstieg anpeilen.“ Im vergangenen Jahr landete sein Team nur knapp hinter dem TC Oedt. Damit es nun klappt, fahren die Senioren vom 25. März bis zum 2. Mai ins Trainingslager auf Mallorca.

„Zudem brauchen wir die Unterstützung der Tennis-Fans bei Heimspielen“, sagt Kurth. Die nächsten Begegnungen werden mit dem Auftakt in die Sommerspielzeit dienstags ab 10 Uhr stattfinden. Das Aufgebot der Mannschaftsführer Kurth und Norbert Fohler aber liebäugelt schon jetzt mit Spielterminen am Mittwochmittag. Dann nämlich duellieren sich üblicherweise Regionalligisten.