Emmerich: Hülkenberg will guten Trend fortsetzen

Formel 1 : Nico Hülkenberg will den guten Trend fortsetzen

Der Pilot aus Emmerich hat in der WM-Fahrerwertung den siebten Platz untermauert. Beim letzten Rennen vor der Sommerpause auf dem Hungaroring in Ungarn will der 31-Jährige weitere wichtige Punkte einfahren.

Platz fünf auf dem Hockenheimring war für Nico Hülkenberg das bisher beste Resultat, seit er in einem Renault sitzt. Dementsprechend schaute man beim französischen Formel-1-Rennstall am Sonntag auch nur in zufriedene Gesichter. „Es gab viele Ereignisse, aber er ist immer fokussiert geblieben. Er hat genau das gemacht, was wir von ihm erwartet haben“, sagte Teamchef Cyril Abiteboul über Hülkenberg und sprach dann auch von einem „unglaublichen Rennen“ seines Fahrers, der mit jetzt 52 Punkten nach elf Rennen den siebten Platz in der WM-Fahrerwertung untermauerte.

Schon am Wochenende wartet die nächste Aufgabe auf den Emmericher. Auf dem Weg zum Großen Preis von Ungarn legte der 31-Jährige Anfang der Woche allerdings noch einen Zwischenstopp in Österreich ein, kraxelte mit einer Gruppe auf das Bergmassiv des Wilden Kaisers. Gerne weiter bergauf gehen darf es für Hülkenberg auf dem Hungaroring. „Ich mag Ungarn sehr. Es ist ein gutes Grand-Prix-Wochenende. Es ist das letzte Rennen vor der Sommerpause, auf das ich mich nach einer anstrengenden und hart umkämpften Reihe europäischer Rennen sehr freue“, sagt Hülkenberg vor dem Auftritt auf dem Hungaroring, dessen winkliger Kurs seinem Boliden durchaus liegen sollte. „Wir wissen, dass der Hungaroring aus verschiedenen Gründen eine herausfordernde und knifflige Strecke ist, aber wir fahren optimistisch dorthin“, sagt auch Abiteboul, der auf ein gutes Abscheiden seiner beiden Fahrer hofft.

Da in Ungarn das Qualifying eine oft schon entscheidende Rolle spielt, wird erneut die Wahl der Reifen ein gewichtiger Faktor sein. Wie in Hockenheim hat Pirelli die Mischungen Medium, Soft und Ultrasoft im Gepäck und überspringt damit den Supersoft-Reifen. Renault hat gleich zehn Ultrasoft-Sätze bestellt und damit die meisten aller Rennställe. Das Ziel der Teams wird vermutlich sein, entweder den Ultrasoft-Reifen in Q2 komplett zu umgehen, damit man ihn im Rennen nicht einsetzen muss, oder ihn so lange um den Kurs zu tragen, bis eine Einstopp-Strategie möglich ist. Die Gefahr eines Undercuts ist allerdings größer, da die Position auf der Strecke wichtiger ist als in Hockenheim. Im Vorjahr setzte sich Sebastian Vettel mit einer Einstopp-Strategie durch. In der kommenden Woche wird das Renault-Team bei zweitägigen Testfahrten, die sich auf der ungarischen Strecke anschließen werden, dann auch seinem Test- und Entwicklungsfahrer Artem Markelov eine Chance geben. Der 23-jährige Russe, der seine fünfte Saison in der höchsten Nachwuchs-Formelklasse Formel 2 bestreitet, wird erstmals im R.S.18 einige Runden drehen.

Die Freien Trainings auf dem Hungaroring werden am Freitag um 11 und 15 Uhr sowie am Samstagmittag um 12 Uhr absolviert. Das Qualifying auf dem 4,381 Kilometer langen Kurs beginnt am Samstag um 15 Uhr, der Startschuss zum Rennen fällt dann am Sonntag um 15.10 Uhr.