Emmerich: Hülkenberg hat seinen Akku aufgeladen

Formel 1 : Hülkenberg hat seinen Akku aufgeladen

Nach der Sommerpause steht am kommenden Sonntag der Große Preis von Belgien in Spa auf dem Plan. Die Strecke liegt dem Emmericher. Immerhin hat er dort im Durchschnitt 5,5 Punkte geholt.

In der Sommerpause sind die Batterien aufgeladen worden. Mit dem Großen Preis von Belgien beginnt in der Formel 1 die zweite Saisonhälfte, in der noch neun Rennen gefahren werden. Während Nico Hülkenberg an seinem 31. Geburtstag am vergangenen Sonntag noch Sonne satt am Mittelmeer getankt hat, flog er Anfang der Woche nach England, wo er in der Renault-Fabrik in Enstone vorbeischaute. „Es war auch schön, einfach mal ein bisschen abzuschalten, gerade weil der Juni und Juli durch die vielen Rennen doch sehr anstrengend waren“, sagt der Emmericher, der jetzt aber dem legendären Rennen in den Ardennen entgegenfiebert. „Spa gehört zu meinen Lieblingsstrecken in der Formel 1 und meistens läuft es für mich da auch ganz gut.“

Die äußerlichen Gegebenheiten in den Ardennen charakterisieren den 7,004 Kilometer langen Rundkurs, der mitten im Wald liegt. „Wir müssen mal abwarten, wie das Wetter wird“, sagt der Renault-Pilot. „Das kann in Spa schon ziemlich ungewöhnlich sein. Es ist nicht unüblich, dass es über einem Pistenteil schüttet und über einem anderen noch die Sonne scheint.“

Die Wettervorhersage verspricht in jedem Fall schon mal Spannung. Von Freitag bis Sonntag sind immer wieder Schauer angesagt, wobei das Thermometer nicht mehr über 16 Grad Celsius klettern wird.

Neben möglichen Wetterkapriolen wartet in Spa-Francorchamps auch die Mutter aller Kurven in der Formel 1. Eau Rouge ist zum Mythos geworden. Die Wagen fahren in eine Senke und müssen dann in einem Rechtsknick eine Steigung von 18 Prozent nehmen, ehe sie die Kuppe erreichen. Mit der neusten Generation von Formel-1-Autos kann Eau Rouge mit Vollgas genommen werden.

„Mit den modernen Formel-1-Boliden, die so viel Abtrieb haben, macht diese Piste riesigen Spaß. Es ist atemraubend, wie der Wagen in den schnellen Kurven auf dem Boden klebt, das ist einzigartig und man spürt den Nervenkitzel. Klar reden alle von der Senke bei Eau Rouge, aber die Kurven von Pouhon und Blanchimont sind genauso aufregend. Vielleicht fahre ich auch deshalb so gerne dort, weil ich glaube, dass Spa-Francorchamps zu meinem Fahrstil passt“, sagt Hülkenberg.

Ein Blick in die Statistik belegt diese Aussage. Denn in Belgien holte Nico Hülkenberg im Schnitt 5,5 Zähler pro Rennen. In seiner gesamten Formel-1-Karriere liegt der Durchschnitt bei 3,1 Punkten pro Rennen.

Renault hat für den Großen Preis von Belgien am Sonntag einige neue Teile im Gepäck. So gibt es einen neuen Unterboden und weitere Veränderungen am Chassis. „Wir werden einige aerodynamische Neuheiten bringen, die auch im Hinblick auf das 2019er-Autos entwickelt werden“, sagt Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. „Wir waren mit dem Vertrag von Daniel Ricciardo in Sachen Fahrermarkt offensiv und auch entscheidungsfreudig. Diese Qualitäten wollen wir auch bei der Chassis- und Motor-Entwicklung beweisen.“