Frauenfußball: Eintracht kommt langsam in Fahrt

Frauenfußball : Eintracht kommt langsam in Fahrt

Frauenfußball: Emmericher Landesligist feiert beim 5:1 den ersten Saisonsieg. SV Rees kassiert 1:4-Klatsche in Nettetal. Haldern gewinnt 4:0, Praest erkämpft sich einen Punkt.

Die Emmericher Eintracht besiegte den Linner SV vor heimischer Kulisse mit 5:1 (4:1) und feierte damit den ersten Sieg in der noch jungen Landesliga-Saison. Die Elf von Trainer Frank Bauhaus war von Beginn an das bessere Team und machte in einer körperbetonten Partie bereits im ersten Durchgang alles klar. „Wir haben gut dagegen gehalten und verdient gewonnen, auch in der Höhe. Es hätten vielleicht sogar noch ein, zwei Tore mehr sein können. Letztendlich zählen aber nur die drei Punkte“, hatte Bauhaus kaum etwas zu bemängeln.

Christina Bauhaus markierte in der 27. Minute die Führung, Jacqueline Reetz mit einem Doppelpack (30./40.) und Annika Mebus (36.) sorgten mit ihren Treffern noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Zwischenzeitlich trafen die Gäste per Foulelfmeter (34.) zum 1:2. Im zweiten Durchgang schaltete die Eintracht einen Gang zurück. Erneut Bauhaus setzte mit ihrem zweiten Tor (46.) den Endstand.

Eintracht Emmerich: Saliger; Mebus (56. Verhoeven), Blach (56. Fonck), Ja. Reetz, Dercks-Reimer (70. Ju. Reetz), Berendsen, von Bargen, Seegers, Bauhaus, Bettray, Janßen.

Der SV Rees kassierte in der Landesliga eine, auch in dieser Höhe verdiente, 1:4 (0:2)-Niederlage bei Union Nettetal und musste so die Tabellenführung an den Gegner abtreten. Bei dem Reeser Team lief über die gesamte Spielzeit nicht viel zusammen, die Niederlage hätte noch deutlich höher ausfallen können. Die Gastgeberinnen gingen bereits früh (3.) in Führung und legten nach einer halben Stunde das 2:0 nach.

Die Grün-Weißen hatten in der ersten Hälfte lediglich zwei Chancen, die jedoch überhastet abgeschlossen wurden. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der neue Spitzenreiter am Drücker und erhöhte in der 52. Minute per Foulelfmeter auf 3:0. Nach etwas mehr als einer Stunde machten die Gastgeberinnen dann endgültig den Deckel drauf und trafen zum 4:0. Erst in der Schlussphase fanden die Reeserinnen etwas besser in Spiel und kamen in der 89. Minute noch zum Ehrentreffer durch Lisa Merling.

„Aufgrund des Ausfalls mehrerer Stammkräfte musste ich in allen Mannschaftsteilen umstellen, trotzdem darf man sich nicht so präsentieren“, ärgerte sich der Reeser Coach Uwe Landman über den unkonzentrierten Auftritt seiner Truppe. Die Startelf dürfte sich in der kommenden Woche aufgrund der gezeigten Leistungen vermutlich auf mehreren Positionen ändern.

SV Rees: Feldhaus; Kistemann (80. Hell), Merling, Eickhoff, Landman, Heiming, Linkner(65. van Weegen), Nieder, Roszykiewicz, Bonn (60. Umbach), Nolde.

Bezirksligist RSV Praest erkämpfte sich ein 2:2-Unentschieden bei TuB Mussum. Dabei sah es für die Elf von Trainer Martin Buchberger zunächst sehr gut aus. Lea Koster traf gleich doppelt (15./33.) und stellte so auf 2:0. Aus abseitsverdächtiger Position kassierten die Praester dann aber im Gegenzug (34.) den Anschlusstreffer. TuB konnte nach rund einer Stunde per Strafstoß ausgleichen. „Wir haben gut angefangen und sind auch verdient in Führung gegangen. Die letzte halbe Stunde standen wir extrem unter Druck, von daher bin ich mit dem Punkt zufrieden“, konnte Buchberger mit einem Zähler gut leben.

RSV Praest: Rudi; Neumann, Weitz, Köpp, Möllenbeck, Buchberger, Nissing, L. Koster, Meisters (25. Kolaczek), Thieme, Scherlies (20. Ju. Koster).

Mit 4:0 (2:0) gewann der SV Haldern seine Bezirksliga-Partie gegen Eintracht Duisburg. Maike Duesing (23.) und Franziska Werdelmann (35.) sorgten mit ihren Toren für einen beruhigenden 2:0-Halbzeitstand. Kurz vor Spielende erhöhte Alexandra Venhuis auf 3:0, mit dem Abpfiff gelang Alina Schepers sogar noch der 4:0-Schlusspunkt.

„Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Wir haben die Defensivschwäche des Gegners ausgenutzt, aber es mangelte bei uns an vielen Dingen“, war der Halderner Trainer Markus Sprenger trotz des Sieges nicht zufrieden. „Da ist noch ordentlich Luft nach oben!“

SV Haldern: Teloh; V. Lamers, Janßen, Hakvoort, Freihoff (65. Bontrup), Baumann, Otten (65. Reichmann), Venhuis, Werdelmann (86. Schepers), Duesing (86. Kerkhoff), R, Lamers.snak

Mehr von RP ONLINE