Fußball: Ein Wiedersehen mit Jürgen Stratmann

Fußball : Ein Wiedersehen mit Jürgen Stratmann

Bezirksliga: Die Fußballer des SV Vrasselt fahren im letzten Auswärtsspiel der Bezirksligasaison zum SV Biemenhorst. Der Coach der Gastgeber, Jürgen Stratmann, hat seine Trainerlaufbahn im Stadion Dreikönige begonnen.

Der SV Vrasselt ist seit vergangener Woche auch rein rechnerisch gerettet. Die Fußballer des SV Biemenhorst haben den Klassenerhalt in der Bezirksliga schon seit einigen Wochen in der Tasche. Am morgigen Sonntag treffen die beiden Teams dann am vorletzten Spieltag der Bezirksliga aufeinander. Anstoß in Biemenhorst ist um 15.15 Uhr.

„Wichtig ist, dass wir jetzt den letzten fehlenden Punkt auch noch geholt haben und jetzt alles in trockenen Tüchern ist“, hatte SVV-Coach Sascha Brouwer direkt nach dem 1:1-Remis gegen die Zweitvertretung des 1. FC Kleve in der Vorwoche gesagt.

Brouwers Pendant auf Seiten des SV Biemenhorst, Jürgen Stratmann, hat übrigens seine Trainerlaufbahn ebenfalls beim SV Vrasselt begonnen. Es ist die Saison 2003/04. Stratmann wird unter Chefcoach Freddy Kastein Co-Trainer im Stadion Dreikönige. „Es war eine ganz bewusste Entscheidung von mir, meine Spielerkarriere zu beenden. Ich wollte in den Trainerbereich reinschnuppern“, erinnert sich Stratmann, der in der Saison zuvor noch als Feldspieler bei seinem Heimatverein SV Haldern aktiv ist.

Die Landesliga-Mannschaft des SVV ist damals gespickt mit einigen hochkarätigen Amateurkickern. Stratmann, zu dieser Zeit 31 Jahre alt und somit noch im besten Fußballalter, will eigentlich nicht selbst spielen, muss aber zwei- oder dreimal einspringen, als es personell knapp wird.

Doch dann geschieht das Unvorgesehene. Am Ende der Hinrunde muss Kastein, den der heutige Biemenhorster Coach als seinen Mentor bezeichnet, seinen Trainerposten quittieren. Wegen Problemen mit der Hüfte kann Kastein nicht mehr seinen Aufgaben als Übungsleiter am Stadion Dreikönige nachgehen.

Plötzlich steht Stratmann in der Verantwortung. Mit Roland Kock, der als Akteur zum Vrasselter Aufgebot gehört, stellt er in den letzten Spielen der Hinrunde die Mannschaft auf.

In der Winterpause reagieren die Verantwortlichen. Dem jungen Co-Trainer wird ein erfahrener Haudegen zur Seite gestellt. Zum 1. Januar 2004 wird Dieter „Opa“ van Fürden neuer Trainer der 1. Mannschaft des SV Vrasselt. Am Ende der Saison hat der Interimscoach sein Ziel erreicht, der SVV wird auch in der kommenden Saison Landesliga-Fußball spielen. Zur Saison 2004/05 verpflichten die Vrasselter dann Jürgen Klatt als neuen Cheftrainer. Stratmann bleibt weiter als Co-Trainer an Bord.

Doch im Herbst überschlagen sich dann die Ereignisse. Nicht in Vrasselt, sondern bei Fortuna Elten. Der Verein aus dem Silberdorf ist frisch in die Bezirksliga aufgestiegen. Das Spielertrainer-Duo Frank Reichelt und Peter Meyer teilt dem Vorstand um den Teamverantwortlichen Jürgen Wennekers mit, dass sie zurücktreten werden.

Die Fortuna ist auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter und wird in Vrasselt fündig. Jürgen Stratmann übernimmt in Elten seinen ersten Job als hauptverantwortlicher Coach. Nach seinem mehr als gelungenem Einstieg in Elten coacht er anschließend elf Jahre seinen Heimatverein SV Haldern, den er von der C-Liga bis in die Bezirksliga führt. Dann wechselt er zum SV Biemenhorst.

Doch nach all den Jahren ist der Kontakt nach Vrasselt nie abgerissen. „Wenn ich mir mal in Vrasselt ein Spiel anschaue, freue ich mich immer, wenn es ein Wiedersehen mit Jupp Helmes, Botho Brouwer und vielen anderen gibt“, sagt Stratmann.

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